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" Neugieriger "
Rätselvorschlag Redaktion
Dienstag
Kirchenchor St. Peter & Paul startet intensiv in die Jubiläumsvorbereitungen
Nach der Sommerpause sind die Mitwirkenden des Kirchenchors St. Peter & Paul gemeinsam mit zahlreichen Projektsängerinnen und -Sängern in die heiße Phase der Konzertvorbereitung gestartet. Am Samstag, den 15. August 2026, kam das Ensemble von 10:00 bis 14:30 Uhr im Pfarrsaal zusammen, um den Grundstein für einen bedeutenden musikalischen Meilenstein zu legen.
Anlass der intensiven Probe ist das anstehende 190-jährige Chorjubiläum im Jahr 2027. Den großen Auftakt bildet ein Festkonzert am 15. November 2026, bei dem gleich zwei herausragende Werke von Wolfgang Amadeus Mozart zur Aufführung gelangen: die „Krönungsmesse“ (Missa in C-Dur, KV 317) sowie die „Vesperae solennes de Confessore“ (KV 339).
Trotz hochsommerlicher Temperaturen arbeiteten die Chormitglieder konzentriert. Der Vormittag stand im Zeichen intensiver Stimmproben in getrennten Gruppen:
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Männerstimmen: Probierten unter der versierten Leitung von Gast-Chorleiter Julian Quint in der kühlen Akustik der Kirche.
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Frauenstimmen: Feilten zeitgleich im Pfarrsaal gemeinsam mit dem vertrauten Chorleiter Joachim Raabe an den Feinheiten der Stücke.
Nach der getrennten Vorarbeit führte das gemeinsame Singen am Nachmittag die Stimmen zu einem harmonischen Gesamtklang zusammen. Für die verdiente Stärkung zwischendurch sorgte der Vorstand mit einem reichhaltigen Mittagessen und kühlen Getränken.
Am Ende des Tages zogen alle Beteiligten ein durchweg positives Fazit: Der Probentag war ein voller Erfolg und hat das Ensemble bestens auf die kommenden musikalischen Aufgaben eingestimmt.
© Kirchenchor St. Peter & Paul, Villmar
Ein weißes Meer auf rosa Blüten: Sommerliches Natur-Schauspiel am Lahnufer
Zahlreiche Weißlinge verwandeln wilden Dost an den sonnigen Lahnwiesen in eine belebte Oase für Insekten.
Ein besonders idyllisches Naturschauspiel ließ sich am Sonntag Nachmittag am Radweg entlang der Uferpfade der Lahn beobachten. Spaziergänger und Naturbeobachter wurden Zeuge eines farbenfrohen Treibens: Üppig blühende Bestände des Echten Dosts (Origanum vulgare) zogen scharenweise weiße Schmetterlinge an.
Die violett-rosa blühenden Pflanzen, auch bekannt als Wilder Majoran, haben sich auf den sonnenverwöhnten Böschungen am Lahnufer prächtig entwickelt. Durch ihren außergewöhnlich hohen Nektargehalt dienen sie den Insekten in den Hochsommertagen als essenzielle Tankstelle. Dutzende kleine und große Kohlweißlinge (Pieris rapae) wiegen sich im leichten Sommerwind auf den dichten Blütenständen.
Hintergrund: Ein Paradies für Bestäuber
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Der Echte Dost (Origanum vulgare): Heimischer Wilder Majoran, der von Juli bis September blüht und als hervorragende Nektarquelle für Schmetterlinge, Wildbienen und Schwebfliegen gilt.
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Die Besucher: Schmetterlinge aus der Familie der Weißlinge nutzen die langanhaltende Blütezeit zur energiereichen Nahrungsaufnahme an warmen Nachmittagen.
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Ökologische Bedeutung: Ungemähte Flussufer und naturbelassene Blühstreifen bieten wertvolle Rückzugsräume für die lokale Artenvielfalt.
Wer an diesem Nachmittag am Lahnufer verweilte, konnte hautnah erleben, wie wichtig geschützte, naturbelassene Uferzonen für das ökologische Gleichgewicht der Region sind. Eine eindrucksvolle Kulisse einmal innezuhalten, die Natur zu genießen und den Blick für die faszinierenden kleinen Wunder direkt vor unserer Haustür zu schärfen.
© Villmarer-Zeitung
Trinkwasserschutz darf nicht zum Nebenthema werden
Bürgerliste UFBL befürchtet unzureichende Vorgaben im Bebauungsplan.
Auf dem Villmarer Galgenberg sollen Windräder errichtet werden. Der geplante Standort der ersten Windräder liegt in einem sensiblen Bereich des Wasserschutzes. Besonders kritisch ist dabei die Bauphase: Auf der Baustelle kommen schwere Maschinen, Kräne und Fahrzeuge zum Einsatz, die unter anderem Hydrauliköl, Kraftstoff und andere wassergefährdende Betriebsstoffe enthalten.
Das besondere Risiko ergibt sich aus den örtlichen Gegebenheiten. Zwischen dem Baustellenbereich und dem tiefer gelegenen Trinkwasserbrunnen aus dem die Aussiedlerhöfe versorgt werden besteht ein Höhenunterschied von rund 70 Metern. Das Gelände entwässert über Wald- und Wiesenflächen in Richtung des Brunnens. Bei einem Öl- oder Kraftstoffaustritt könnte sich ein Schadstoff daher – insbesondere bei Regen – über den Oberflächenabfluss oder durch Versickerung hangabwärts verlagern.
Besonders problematisch wäre ein Unfall während der Nacht oder an Wochenenden, wenn die Baustelle nicht oder nur eingeschränkt überwacht wird. Ein zunächst kleiner Austritt könnte über mehrere Stunden unbemerkt bleiben und sich dadurch deutlich ausbreiten. Entscheidend ist deshalb nicht allein die Menge des ausgelaufenen Stoffes, sondern auch der genaue Austrittsort, die Bodenverhältnisse, die Niederschläge und der mögliche Fließweg zum Trinkwasserbrunnen.
Der Schutz des Trinkwassers muss deshalb bereits bei der Planung und während der gesamten Bauphase an erster Stelle stehen.
Erforderlich sind aus unserer Sicht unter anderem ausreichende Auffang- und Rückhaltesysteme, jederzeit verfügbare Bindemittel, klare Alarm- und Havariepläne sowie eine zuverlässige Notfallbereitschaft rund um die Uhr. Ebenso muss eindeutig geregelt sein, wer bei einem Schadensereignis – auch nachts – alarmiert wird und welche Maßnahmen unverzüglich einzuleiten sind.
Kommt es tatsächlich zu einem Ölunfall, darf es außerdem nicht genügen, lediglich eine sichtbare Ölspur zu beseitigen. Es muss geprüft und dokumentiert werden, welche Stoffe und Mengen ausgetreten sind und ob eine Verlagerung in Richtung des Trinkwasserbrunnens stattgefunden haben könnte. Gegebenenfalls sind Boden- und Grundwasseruntersuchungen sowie eine verstärkte Überwachung der Trinkwassergewinnung notwendig.
Der Bau einer Windkraftanlage soll dem Klima- und Umweltschutz dienen. Gerade deshalb dürfen bei ihrer Errichtung keine vermeidbaren Risiken für eine der wichtigsten natürlichen Ressourcen entstehen.
Klimaschutz und Trinkwasserschutz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.
Für den Galgenberg muss daher gelten: Je sensibler der Standort und je unmittelbarer der mögliche Fließweg zu einem Trinkwasserbrunnen, desto höher müssen die Anforderungen an Vorsorge, technische Sicherung, Überwachung und Transparenz sein. Eine vorsorglich verhinderte Verunreinigung ist schließlich immer besser als der Versuch, einen bereits eingetretenen Schaden an Boden oder Grundwasser nachträglich zu beheben.
© Bürgerliste UFBL Marktflecken Villmar
Gartenhütte aufgebrochen,
Limburg-Lindenholzhausen, Bahnhofstraße, Freitag, 21.08.2026, 00:30 Uhr bis 08:30 Uhr
(ro)Am Freitag brachen Unbekannte in Lindenholzhausen eine Gartenhütte auf. Die Täter näherten sich zwischen 00:30 Uhr und 08:30 Uhr einem Grundstück in der Bahnhofstraße und brachen das Schloss der Gartenhütte auf. Aus dem Inneren ließen sie zwei Musikboxen und eine Kettensäge mitgehen. Hinweise nimmt die Polizeistation Limburg unter der Telefonnummer (06431) 9140-0 entgegen.
© Polizei Limburg-Weilburg - Polizeipräsidium Westhessen
Zwischen Zweckoptimismus und Preisschock: Deutschlands gefährliches Pokerspiel mit den Gasspeichern
Während die Bundesnetzagentur stoisch „stabile Verhältnisse“ attestiert, zeichnet ein Blick auf die Daten ein deutlich ungemütlicheres Bild. Mitte August kratzen die deutschen Gasspeicher gerade einmal an der 50-Prozent-Marke – der niedrigste Füllstand zu dieser Jahreszeit seit dem Krisensommer 2021/2022. Dass die Politik dennoch Entwarnung signalisiert, grenzt an fahrlässigen Zweckoptimismus.
Die gefährliche Wette auf den Markt
Der Hauptgrund für das schleppende Einspeichertempo ist rein ökonomischer Natur: Händler speichern derzeit kein Gas ein, weil die Preisdifferenz zwischen Sommer und Winter schlicht zu gering ist. Gas jetzt zu kaufen, einzulagern und im Winter zu verkaufen, rechnet sich schlichtweg nicht.
Anstatt regulierend einzugreifen oder verbindliche Anreize zu schaffen, setzt die Politik auf das Prinzip Hoffnung. Dass das Wirtschaftsministerium das gesetzliche Speicherziel für den 1. November von ehemals 90 auf nunmehr 80 Prozent gesenkt hat, wirkt rückblickend wie das Verschieben der Torpfosten, weil man die alte Latte nicht mehr überspringen konnte. Prognosen zeigen bereits, dass selbst dieses gesenkte Ziel bei den aktuellen Einspeicher-Raten kaum zu erreichen ist.
Versteckte Risiken: Die LNG-Falle
Das Argument, die neuen LNG-Terminals an Nord- und Ostsee würden die Lücke mühelos schließen, greift zu kurz.
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Globaler Preiskampf: Flüssiggas ist eine hochgradig volatile Marktware. Kommt es zu Engpässen auf den Weltmärkten – etwa durch anhaltende Spannungen im Nahen Osten oder eine anziehende Nachfrage in Asien – zieht das LNG dorthin, wo am meisten gezahlt wird.
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Kein Schutz vor Extremwetter: Simulationen des Branchenverbands INES belegen: Ein Speicherstand von unter 80 Prozent reicht bei einem überdurchschnittlich kalten Winter nicht aus, um Unterdeckungen im Spätwinter zu verhindern.
Verbraucher zahlen die Zeche
Selbst wenn das physische Gas am Ende reicht, um eine Zwangsabschaltung der Industrie zu verhindern, droht dem Verbrauchenden ein finanzielles Desaster. Je leerer die Speicher beim Eintritt der Kältewelle sind, desto erpressbarer wird der deutsche Markt für kurzfristige Spotmarkt-Zukäufe. Die Zeche für diese mutwillig in Kauf genommene Preisexplosion zahlen am Ende wieder Haushalte und Mittelstand über ihre Energierechnungen.
Wer die Gasversorgung zur „Schönwetterveranstaltung“ verklärt und darauf hofft, dass der Winter mild und der globale LNG-Markt entspannt bleibt, betreibt keine vorausschauende Energiepolitik, sondern pures Risikospiel.
© Villmarer-Zeitung / Bericht erstellt mit Gemini KI
Lahnbrücke Staffel: Beeindruckender Einhub der Behelfsbrücke
Limburg-Weilburg. Es war beeindruckend, als die drei Teilelemente der Behelfsbrücke in Staffel mit einem Gesamtgewicht von 180 Tonnen mittels Schwerlastmobilkran eingehoben wurden. Damit ist ein weiterer Meilenstein im Zuge des Neubaus der Lahnbrücke in Staffel geschafft. Die Brückenteile werden nun händisch fixiert und montiert. Der eingesetzte 650 Tonnen Spezialkran ist eines von nur zwei Exemplaren seiner Art in ganz Deutschland. Er war in mehreren Teilen nachts als Schwertransport angeliefert und am Lahnufer auf einer besonderen Bodenplatte innerhalb von mehreren Stunden aufgebaut worden. Vom 7. September 2026 an soll dann laut den Planungen dank dieser Behelfsbrücke wieder eine Lahnüberquerung möglich sein.
Landrat Michael Köberle war persönlich vor Ort, um sich diese Maßnahme anzusehen. Die ausführenden Firmen der Bietergemeinschaft Fritz Meyer GmbH aus Altenkirchen, Günter Alsdorf GmbH & Co. KG aus Neuwied und AWR Abbruch GmbH aus Mülheim-Kärlich sowie die Planungsbüros Ruffert, Kohns & Göbel, artec und Kraus vollziehen den Ersatzneubau der Lahnbrücke Staffel. Der Neubau ist aufgrund des Zustands der Lahnbrücke zwingend erforderlich.
„Wir planen den Ersatzneubau der Staffeler Lahnbrücke im Zuge der Kreisstraße 470 an annähernd gleicher Stelle mit einer bauzeitlichen Behelfsbrücke. Vom Ablauf her wird nun zunächst die Behelfsbrücke gebaut, danach die Bestandsbrücke abgerissen und schließlich der Ersatzneubau mit einem vier Meter breiten Geh- und Radweg erstellt“, erläutert Landrat Köberle. Auch die Fahrbahn für Autos wird im Vergleich zum alten Bauwerk verbreitert. Die Inbetriebnahme des Ersatzneubaus ist für Frühjahr 2028 geplant, der Rückbau der Behelfsbrücke bis Spätsommer 2028. Baulastträger für das Brückenbauwerk ist der Landkreis Limburg-Weilburg, für den Kreuzungsbereich und den Radweg die Stadt Limburg. Die Behelfsbrücke kann vom Fahrzeugverkehr in beiden Richtungen ohne Signalanlage wie die Bestandsbrücke genutzt werden. Der Fußgängerverkehr wird ebenfalls über die Behelfsbrücke geleitet. Für den Neubau wird es keine Tonnagebeschränkung geben, sodass die neue Brücke für die Lasten des heutigen Straßenverkehrs ausgelegt sein wird. Die Baukosten für dieses Projekt belaufen sich auf 11,5 Millionen Euro, das Land Hessen fördert die Maßnahme mit 70 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten.
Eine nach den Planungen weitere siebentägige Vollsperrung ist für den kommenden Winter vorgesehen, wenn die alte Brücke dann abgerissen wird. Die Kreisverwaltung Limburg-Weilburg wird weiterhin in regelmäßigen Abständen über den Fortgang der Baumaßnahme unterrichten.
© Bericht und Fotos Landkreis Limburg-Weilburg
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