<meta name="robots" content="noindex">

Die richtige Lösung war:
" Füße "
Rätselvorschlag Redaktion


Dienstag


50 Jahre Klais-Orgel in der Pfarrkirche Villmar: Jubiläumskonzert schlägt Bogen von Barock bis Jazz

Tim Jungmann an der Klais-Orgel

Ein halbes Jahrhundert feierlicher Klangfülle: Die Klais-Orgel in der katholischen Pfarrkirche Villmar feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass fand am Sonntagabend ab 17 Uhr ein festliches Jubiläumskonzert statt, das die Vielseitigkeit des Instruments eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Als Organist konnte der erst 23-jährige Kirchenmusiker, Komponist und Jazz-Pianist Tim Jungmann aus Lohrheim gewonnen werden. Gemäß seinem facettenreichen künstlerischen Profil bot das Programm weit mehr als klassische Sakralmusik: Neben traditionellen Werken des Barock erklangen überraschende moderne Klänge und eigene Kompositionen des jungen Musikers.

Den Auftakt bildete klassische Orgelliteratur von Vincent Lübeck mit seinem majestätischen Präludium und Fuge in C-Dur (LübWV 10). Im Anschluss entführte Jungmann das Publikum mit Auszügen aus dem historischen Schneeberger Orgel- und Clavierbuch (um 1705) in die Klangwelt der Barockzeit: Er interpretierte ein Praeludium in d-Moll von David Heinrich Garthoff, eine anonym überlieferte Alia Ciaccona in e-Moll sowie ein Praeludium in g-Moll von Christian Umblaufft.

Der zweite Teil des Abends stand ganz im Zeichen des jungen Organisten und seiner zeitgenössischen Zugänge. Mit seinem eigenen Großen Präludium in d-Moll im Barockstil Nr. III stellte Tim Jungmann seine meisterhafte Beherrschung historischer Formen unter Beweis. Darauf folgten feinfühlige geistliche Bearbeitungen wie das Choralpräludium zu EG 634 („Die Erde ist des Herrn“) und die variantenreiche Choralpartita zu Psalm 96 („Singt dem Herrn ein neues Lied“) mit sechs Variationen.

Ein besonderes Highlight setzten die Jazz- und Film-Elemente des Programms: Neben Harry's – Theme überzeugten das schwungvolle „Gib uns Jazz jeden Tag“ (Choralvorspiel zu EG 425) sowie ein Jazz-Choralvorspiel zu EG 171 („Bewahre uns Gott, behüte uns Gott“).

Das Publikum zeigte sich begeistert von der gelungenen Symbiose aus Tradition und Moderne, mit der die Klais-Orgel ihren 50. Geburtstag gebührend feierte und belohnte den Organisten mit reichlich Applaus.

Wer mal reinhören möchte, kann hier zwei Stücke herunterladen und dann am Computer oder Handy anhören 

Klassische Sakralmusik Mp 4

MP4-Datei – 2,0 MB

Jazz Choralvorspiel Mp 4

MP4-Datei – 785,1 KB

© Villmarer-Zeitung


Was haben eine Birne, ein Kamishibai und ein Gedicht miteinander zu tun?

Am Mittwoch, 30. September um 16 Uhr lädt die Bücherei Villmar zu einer gemütlichen Vorlesestunde ein.

Bärbel Schmidt liest das Gedicht „Herr von Ribbeck auf Ribbeck“ mit einem Kamishibai und liebevoll gestalteten Bildkarten vor.

Anschließend dürfen die Kinder selbst kreativ werden: Es wird eine Collage gestaltet, Birnen dürfen natürlich auch probiert werden und das Gedicht gibt es als Ausmalbild zum Mitnehmen für zu Hause.

Eingeladen sind Kinder ab 5 Jahren.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Einfach vorbeikommen und mitmachen! Die Teilnahme ist kostenlos.

Und während die Kinder in ihre Geschichte eintauchen, können Eltern und Begleitpersonen ganz in Ruhe durch die Bücherei stöbern.

Wir freuen uns auf einen gemütlichen Nachmittag mit Bildern, Kreativität – und natürlich ein bisschen Birne! 

Öffnungszeiten der Bücherei:Mittwoch und Freitag jeweils von 16:00 – 17:30 UhrEmail: kontakt@buecherei-villmar.de

© Tanja Gierden, Bücherei Villmar


Dreister Trick geht nach hinten los: Mit dem Rettungswagen in die Notaufnahme

Weil ihm die Wartezeit in der Notaufnahme im Limburger Krankenhaus zu lang war, griff ein 41-Jähriger zu einer dreisten Methode: Er verließ die Klinik und ließ sich per Rettungswagen direkt wieder einliefern. Der Schwindel flog sofort auf – das Personal erkannte den Mann auf der Trage wieder.

Nachdem er sich erneut danebenbenahm und eine Mitarbeiterin rassistisch beleidigte, wurde er des Hauses verwiesen. Die Polizei rückte an, der Mann ging schließlich freiwillig. Sein Fazit: Keine ärztliche Behandlung, dafür mehrere Strafanzeigen.

© Foto Pixabay



1. Diebe auf Friedhöfen zugange, Waldbrunn, Fussingen und Lahr, Donnerstag, 13.08.2026 bis Montag, 21.09.2026

(ro)In den vergangenen Wochen haben Diebe in Fussingen sowie in Lahr auf den dortigen Friedhöfen zugeschlagen.

Zu einem unbekannten Zeitpunkt zwischen dem 13.08.2026 und dem 20.09.2026 betraten die Täter die Ruhestätte in der Fussinger Hinterstraße und suchten ein Grab auf, dessen bronzenes Grabkreuz sie kurzerhand mit einem Werkzeug entfernten und damit die Flucht ergriffen.

In Lahr begaben sich Unbekannte zwischen Sonntag, 20.09.2026, und Montag, 21.09.2026, auf den Friedhof und entwendeten eine Grabfigur, bevor sie unbemerkt flüchteten.

Zeuginnen oder Zeugen wenden sich bitte an die Polizeistation Limburg unter der Telefonnummer (06431) 9140-0.

2. Motorradfahrer bei Unfall verletzt, Merenberg-Allendorf, Bundesstraße 49, Sonntag, 27.09.2026, 16:25 Uhr

(ro)Am Sonntag kam es im Bereich Allendorf zu einem Verkehrsunfall, bei dem sich ein Motorradfahrer verletzte. Ein 81-Jähriger befuhr auf seiner Yamaha die linke Fahrspur der Bundesstraße 49 von Weilburg kommend in Richtung Limburg. Er wich nach rechts aus, um nicht auf einen vorausfahrenden Pkw aufzufahren. Hierbei kollidierte er mit dem Heck eines auf der rechten Fahrspur fahrenden Autos und stieß anschließend noch gegen die rechtsseitige Leitplanke. Der 81-Jährige wurde hierbei verletzt. Die B49 wurde in diesem Bereich kurzfristig für die Landung eines Rettungshubschraubers gesperrt. Der Verletzte wurde schließlich mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden wird auf etwa 7.000 Euro geschätzt.

3. Motorradfahrerin gestürzt, Runkel-Arfurt, Kreisstraße 464, Sonntag, 27.09.2026, 15:15 Uhr

(ro)Im Bereich Arfurt stürzte am Sonntag eine Motorradfahrerin und verletzte sich hierbei. Die 70-Jährige war gegen 15:15 Uhr auf ihrer BMW auf der Kreisstraße 464 von Runkel kommend in Richtung Arfurt in einer größeren Motorradfahrergruppe unterwegs. Vor einer scharfen Rechtskurve musste sie verkehrsbedingt anhalten, verlor die Kontrolle über ihre stehende Maschine und stürzte. Sie musste zur ärztlichen Versorgung mit dem Rettungswagen in eine Klinik gebracht werden.

© Polizei Limburg-Weilburg - Polizeipräsidium Westhessen


Rund 390.000 Euro für Inklusion im Zeppelinpark

Die Stadt Limburg erhält rund 390.000 Euro aus dem Förderprogramm „Förderrichtlinie zum Ausbau inklusiver kommunaler Angebote im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention“. Mit den Fördermitteln kann das inklusive Angebot im künftigen Zeppelinpark, dem Sportpark und dem Jugendzentrum in der Limburger Südstadt, deutlich erweitert werden. Der Förderbescheid wird am Donnerstag, 24. September, vor Ort im Zeppelinpark durch die Hessische Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales Heike Hofmann übergeben.

Heike Hofmann zeigte sich begeistert von den bereits umgesetzten Maßnahmen im Zeppelinpark und betonte: „Ich freue mich, dass wir als Landesregierung dazu beitragen können, dass gerade Orte wie das geplante Jugendzentrum, an denen junge Menschen zusammenkommen, aber mit Blick auf den Sportpark auch Plätze, die allen Generationen offenstehen, möglichst auch für alle nutzbar werden. Barrierefreiheit sichert gleichberechtigte Teilhabe, die wir auch als zentrales Anliegen in unserem Koalitionsvertrag verankert haben.“

Auch Bürgermeister Dr. Marius Hahn machte deutlich, welche Bedeutung der Zeppelinpark für ihn hat und dass sein Herzensprojekt nun Gestalt annimmt. Er bedankte sich beim Ministerium sowie bei allen, die mit ihrem Engagement dazu beitragen, den Zeppelinpark zu einem besonderen und außergewöhnlichen Aufenthaltsort zu machen.

„Inklusion bedeutet für uns, dass öffentliche Räume von möglichst vielen Menschen selbstständig und selbstverständlich genutzt werden können. Mit der Förderung des Landes können wir den Zeppelinpark um zahlreiche Elemente erweitern, die Begegnung, Bewegung und Teilhabe für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen ermöglichen“, sagt Bürgermeister Dr. Marius Hahn.

Durch die zusätzlichen Fördermittel kann das inklusive Angebot im Zeppelinpark deutlich erweitert werden. Vorgesehen sind unter anderem ein inklusiver Boulderblock und barrierefreie, unterfahrbare Tischtennisplatten. Auch die Aufenthaltsbereiche werden inklusiv gestaltet. Unterschiedliche Sitzmöglichkeiten – mit und ohne Lehnen, in verschiedenen Sitzhöhen sowie mit Aussparungen für Rollatoren – und Verschattung sollen den Aufenthalt für unterschiedliche Nutzergruppen erleichtern.

Ein besonderer Begegnungsort wird die „Lange Tafel für alle“. Der generationenübergreifende und barrierefreie Treffpunkt bietet variable Sitzgelegenheiten und ausreichend Stellflächen für Menschen, die einen Rollstuhl nutzen.

Auch bei Wegen und Orientierung wird auf Barrierefreiheit und eine gute Nutzbarkeit für Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen geachtet. So erhält der Rundweg „Swing“ eine reibungsarme Asphaltdecke. Kontrastreiche Farbmarkierungen in den Oberflächenbelägen verbessern die Orientierung. An den Hauptzugängen ist zudem ein übersichtliches und inklusives Beschilderungssystem vorgesehen.

„An diesem Sportpark meint alle wirklich alle. Das ist außergewöhnlich und ein gutes Signal. Inklusion ist nicht an einen Ort gebunden, sondern eine Aufgabe für jeden Platz, an dem wir uns aufhalten. Ich wünsche mir, dass hier Begegnungen entstehen, Berührungsängste abgebaut werden und die Impulse aus dem Sportpark auch in den Alltag getragen werden“, so Tim Ludwig- Pistor, Vorsitzender des Behindertenbeirats der Stadt und kommunaler Behindertenbeauftragter.

Auch das Jugendzentrum (JUZ) wird in die Maßnahmen einbezogen. Dort soll ein taktiles Leitsystem entstehen. Ein kontrastreiches Schalterprogramm erleichtert die Nutzung. Ergänzt wird das Angebot durch ein barrierefreies und von außen öffentlich zugängliches WC.

Im Vorfeld der Förderung fand im September 2025 ein erstes Vorgespräch mit Sonja Hofmann, Vertreterin des Hessischen Ministeriums für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, sowie Winfried Kron, Leiter der Stabsstelle UN-Behindertenrechtskonvention, im Limburger Rathaus statt. Bürgermeister Dr. Marius Hahn und Projektverantwortliche des Stadtentwicklungsamtes nahmen an dem Gespräch teil. Janis Korell, Architekt des baubegleitenden Büros Rittmannsperger, stellte dabei Möglichkeiten vor, das geplante Angebot im Zeppelinpark um zusätzliche inklusive Elemente zu erweitern.

In den folgenden Monaten stimmten sich das Büro Rittmannsperger, das Stadtentwicklungsamt und das Hessische Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales mehrfach und konstruktiv über die geplanten Maßnahmen und Fördermöglichkeiten ab. Im Mai 2026 erhielt die Stadt schließlich die Mitteilung über die Bewilligung der Förderung in Höhe von 390.000 Euro. Dem stehen förderfähige Ausgaben in Höhe von 552.000 Euro gegenüber, was einer Förderquote von etwa 70 Prozent entspricht.

Das Land Hessen stellt für den Ausbau inklusiver kommunaler Angebote seit 2023 jährlich mindestens 8,5 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden Kommunen in Hessen beim Abbau von Barrieren im öffentlichen Raum sowie bei der Schaffung inklusiver Begegnungs- und Aufenthaltsangebote. Ziel des Programms ist es, im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention gleichberechtigte Teilhabe und diskriminierungsfreie Lebensbedingungen für alle Menschen zu ermöglichen.

© Stadt Limburg


Filmabend: „Nicht allein mit Demenz“: Bewegende Einblicke und wichtige Impulse für Demenzerkrankte und pflegende Angehörige

Dominik Verclas (Verwaltungsleiter Gesundheitsamt), Gaby Arens (Gesundheitskoordinatorin), Dr. Franz Bossong (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie), Dr. Gundi Heuschen (Amtsärztin Gesundheitsamt), Prof. Dr. Christoph Fehr (Ärztlicher Direktor Vitos Weil-Lahn, Klinikdirektor Psychiatrie und Psychotherapie Hadamar), Renate Doegen (Pflegende Angehörige, Selbsthilfeaktive Initiative Alzheimer), Jörg Sauer (Erster Kreisbeigeordneter) und Michelle Bautz (Leitung Selbsthilfekontaktstelle) (v.l.).

Rund 33 Gäste kamen zum Filmabend „Nicht allein mit Demenz – Wie Selbsthilfe Pflegende stärkt“, zu dem das Sozialamt des Landkreises Limburg-Weilburg und die Selbsthilfekontaktstelle im Rahmen der Woche der Demenz 2026 eingeladen hatten. Zwei Filme und eine anschließende Podiumsdiskussion beleuchteten die Lebenssituation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen.

Den Auftakt bildeten zwei Kurzfilme. Die unterschiedlichen Geschichten zeigten eindrücklich, wie eine Demenzerkrankung den Alltag und das Zusammenleben einer Familie verändern kann. Die Filme berührten das Publikum sichtbar und boten zugleich zahlreiche Anknüpfungspunkte für das anschließende Gespräch.

Auf dem Podium kamen verschiedene Perspektiven zusammen: Renate Doegen berichtete als langjährig in der Selbsthilfe engagierte und selbst betroffene Angehörige aus eigener Erfahrung. Über 25 Jahre leitete sie die Selbsthilfegruppe „Initiative Alzheimer“ und begleitete zugleich ihre demenzerkrankte Schwiegermutter über zehn Jahre. Diese Zeit sei für sie persönlich sehr schwer und belastend gewesen. Dennoch habe sie sich nicht unterkriegen lassen. Gerade die eigenen Erfahrungen hätten ihr gezeigt, wie wichtig Austausch, Unterstützung und die Gemeinschaft mit anderen Betroffenen und Angehörigen sind. Die Ärzte Prof. Dr. Christoph Fehr und Dr. Franz Bossong brachten die psychiatrische und medizinische Sicht ein, Dr. Gundi Heuschen die Perspektive des Gesundheitswesens. Der Erste Kreisbeigeordnete Jörg Sauer vertrat den Landkreis, während Michelle Bautz, Leiterin der Selbsthilfekontaktstelle Limburg-Weilburg, die Möglichkeiten der Selbsthilfe erläuterte.

Im Mittelpunkt standen die Belastungen pflegender Angehöriger und die Frage, welche Unterstützung im Alltag tatsächlich hilfreich sein kann. Denn diese oft langjährigen Belastungen haben häufig gesundheitliche Folgen für die Pflegenden, erläuterte Dr. Heuschen. Sie betonte, wie wichtig es ist, Überlastung frühzeitig wahrzunehmen und Unterstützung anzunehmen. Die Selbsthilfe ist ein gutes Beispiel für niedrigschwellige Unterstützung, so Michelle Bautz. Gerade der Austausch mit Menschen in einer ähnlichen Lebenssituation könne entlasten und das Gefühl vermitteln, mit den eigenen Erfahrungen nicht allein zu sein.

Auch die Möglichkeiten einer frühen Unterstützung von Menschen mit Demenz wurden angesprochen. Prof. Dr. Fehr wies darauf hin, dass inzwischen für bestimmte Patientinnen und Patienten mit Alzheimer-Erkrankung im frühen Stadium Antikörpertherapien zur Verfügung stehen. Diese können den Krankheitsverlauf verlangsamen, die Erkrankung jedoch nicht heilen. Er warb dafür, erste Anzeichen ernst zu nehmen und einen möglichen Verdacht offen anzusprechen, um frühzeitig medizinische Unterstützung zu erhalten.

Dr. Bossong unterstützte zudem den Gedanken, Selbsthilfeangebote bereits für Menschen mit einer beginnenden Demenzerkrankung zu öffnen. Ein solcher Austausch könne Betroffenen ermöglichen, frühzeitig Erfahrungen zu teilen und sich mit anderen in einer ähnlichen Situation zu vernetzen.

Auch die Frage, wie Menschen mit Demenz möglichst lange am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, wurde aufgegriffen. Erster Kreisbeigeordneter Jörg Sauer hob dabei die Bedeutung von regionalen Orten der Begegnung wie zum Beispiel Mehrgenerationenhäusern oder Familienzentren hervor. Menschen sollten möglichst lange in Gemeinschaft leben und Möglichkeiten haben, gemeinsam aktiv zu sein – beispielsweise beim Musizieren oder Singen. „Singen verbindet Menschen – auch dann, wenn eine Demenzerkrankung vieles verändert“, so Sauer.

Mit Blick auf die Zukunft wurde außerdem die Bedeutung niedrigschwelliger Angebote, guter Vernetzung und einer frühzeitigen Unterstützung von Betroffenen und Angehörigen im Landkreis hervorgehoben. Die Diskussion zeigte, dass Demenz viele Bereiche berührt und Unterstützung deshalb auf unterschiedlichen Ebenen ansetzen muss.

Der Abend war geprägt von einem offenen und regen Austausch. Die persönlichen Erfahrungen aus dem Publikum und die fachlichen Einschätzungen des Podiums ergänzten sich dabei auf besondere Weise. Zum Abschluss fasste Michelle Bautz die zentrale Botschaft des Abends zusammen: „Wo Menschen sich begegnen und ihre Erfahrungen teilen, kann aus Einsamkeit Gemeinschaft und aus Unsicherheit neue Stärke entstehen. Wir können einem Menschen nicht immer die Last abnehmen – aber wir können dafür sorgen, dass er sie nicht allein tragen muss.“

Der Filmabend fand im Rahmen der „Woche der Demenz 2026“ statt, die vom 21. bis 25. September vom Sozialamt des Landkreises Limburg-Weilburg organisiert wurde. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Sozialamt und der Selbsthilfekontaktstelle Limburg-Weilburg durchgeführt.

Interessierte wenden sich bei Fragen an die Selbsthilfekontaktstelle telefonisch unter 06431-296 635 oder per Mail an selbsthilfe(at)limburg-weilburg.de.

Weitere Informationen unter www.selbsthilfe-limburg-weilburg.de.

© Landkreis Limburg-Weilburg



Erstelle deine eigene Website mit Webador