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Rätselvorschlag Redaktion

KW 11 / 2026


Freitag


Die Arbeiten an der Schleuse wurden wieder aufgenommen

In den letzten Tagen waren wieder Arbeiter an der Schleuse zu sehen. Über die Wintermonate ist lange nichts passiert. Jetzt hat man mit der Renovierung wieder angefangen. Das wurde auch Zeit, denn zu Ostern beginnt die Paddelsaison auf der Lahn. Bereits jetzt waren bei schönem Wetter schon Boote unterwegs. Die mussten dann entweder übers Wehr oder über die Insel getragen werden.

© Villmarer-Zeitung


An der Einfahrt zum Gewerbegrundstück Richtung Brechen wird wieder gearbeitet

Die Verkehrsführung bei der Ein- und Ausfahrt zu diesem Gewerbegrundstück an der Landstraße Richtung Brechen sorgte schon für viel Gesprächsstoff. Bisher sollten die aus dem Grundstück ausfahrenden Lastwagen durchs ganze Dorf fahren, oben am Kreisel bei der Unicastraße wenden und dann den ganzen Weg wieder zurückfahren.
In dieser Woche wurde wieder an der Einfahrt gearbeitet. Dazu wurden auch zwei Baustellen-Ampeln aufgestellt.

© Villmarer-Zeitung


Gemeindeverwaltung wegen Wahlauszählung Montag bis Mittwoch geschlossen

Aufgrund der umfangreichen Auszählungsarbeiten im Rahmen der Kommunalwahl 2026 bleibt die Gemeindeverwaltung des Marktfleckens Villmar – einschließlich Rathaus, Bauamt und Standesamt – in der Zeit von Montag, den 16. März 2026 bis einschließlich Mittwoch, den 18. März 2026, geschlossen.

In diesem Zeitraum können leider keine Termine angeboten und keine regulären Bürgeranliegen bearbeitet werden.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir im genannten Zeitraum telefonisch nur sehr eingeschränkt erreichbar sind. Auch E-Mails können in dieser Zeit nicht umgehend bearbeitet werden.

Die Öffnungszeiten der Verwaltung für die restliche Woche lauten wie folgt:

Donnerstag, 19.03.2026 – 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr sowie 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Freitag, 20.03.2026 – 08:00 Uhr bis 12:30 Uhr

Hier stehen wir Ihnen wieder wie gewohnt zur Verfügung.

 

© Marktflecken Villmar



Interkommunale Zusammenarbeit als Chance für unsere Kommunen

Viele Städte und Gemeinden stehen heute vor großen Herausforderungen. Steigende Kosten, immer komplexere gesetzliche Vorgaben und begrenzte finanzielle Mittel setzen die kommunalen Verwaltungen zunehmend unter Druck. Gleichzeitig haben sich viele Strukturen über Jahrzehnte kaum verändert. Zuständigkeiten sind oft stark abgegrenzt und Kompetenzen werden nur ungern abgegeben. Das führt dazu, dass notwendige Reformen nur langsam vorankommen und Potenziale ungenutzt bleiben.

Gerade deshalb sollte die interkommunale Zusammenarbeit stärker in den Mittelpunkt rücken. Viele Aufgaben, die einzelne Kommunen heute allein bewältigen müssen, könnten gemeinsam deutlich effizienter organisiert werden. Dies gilt etwa für Verwaltungsdienstleistungen, Digitalisierung, Infrastrukturprojekte oder auch für bestimmte technische und organisatorische Aufgabenbereiche. Wenn Gemeinden ihre Ressourcen bündeln, lassen sich Kosten reduzieren und gleichzeitig die Qualität der Leistungen für Bürgerinnen und Bürger verbessern.

Ein stärkeres Miteinander kann auch dazu beitragen, strukturelle Unterschiede zwischen Kommunen abzufedern. Während einige Städte von guten Standortbedingungen profitieren, kämpfen andere zunehmend mit finanziellen Engpässen. Durch Kooperationen können Erfahrungen, Kompetenzen und Infrastruktur besser geteilt werden, sodass nicht jede Kommune jede Aufgabe vollständig alleine bewältigen muss.

Dabei geht es nicht darum, die Eigenständigkeit der Gemeinden aufzugeben. Vielmehr sollte es darum gehen, dort zusammenzuarbeiten, wo es sinnvoll ist und allen Beteiligten Vorteile bringt. Interkommunale Kooperation kann so zu einem wichtigen Instrument werden, um kommunale Handlungsfähigkeit langfristig zu sichern.

Die Zukunft unserer Kommunen hängt entscheidend davon ab, wie flexibel und offen sie auf neue Herausforderungen reagieren. Eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Gemeinden bietet die Chance, bestehende Strukturen weiterzuentwickeln, Ressourcen effizienter einzusetzen und die kommunale Selbstverwaltung nachhaltig zu stärken.

 

gez. Andreas Städtgen



Löhnberg: Mit Windkraft aus den Schulden ?

Am kommenden Wochenende entscheiden die Bürgerinnen und Bürger von Löhnberg im Kreis Limburg-Weilburg in einer Abstimmung darüber, ob kommunale Waldflächen an Betreiber von Windkraftanlagen verpachtet werden sollen. Dabei geht es konkret um Areale des früher geplanten Windparks Oberlahn sowie um weitere ausgewiesene Vorranggebiete für Windenergie.

Für die Gemeinde ist die Entscheidung von großer finanzieller Bedeutung. Abhängig vom jeweiligen Anbieter könnten in den nächsten 25 Jahren hohe Pachteinnahmen Einnahmen erzielt werden. Zusätzlich wären Gewerbesteuereinnahmen möglich. Für Löhnberg, das nach einem Finanzskandal mit rund 35 Millionen Euro verschuldet ist, könnte dies eine spürbare Entlastung bedeuten.

Bürgermeister Reiner Greve (parteilos) stellt dabei vor allem die finanzielle Situation der Kommune in den Vordergrund. Ihm gehe es weniger um die Windkraft selbst als um die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit der Gemeinde. Insgesamt liegen drei Projektangebote vor, darunter auch eines des Energieunternehmens RWE. Vorgesehen ist der Bau von bis zu acht Windrädern, ein Baubeginn wäre jedoch frühestens im Jahr 2030 denkbar.

Gleichzeitig regt sich Widerstand gegen die Pläne. Die Bürgerinitiative „Windwahn Oberlahn“ befürchtet unter anderem zusätzliche Lärmbelastung sowie mögliche negative Auswirkungen auf Natur und Artenschutz. Zudem äußern Kritiker die Sorge, dass eine Zustimmung in Löhnberg den Bau weiterer Windanlagen in benachbarten Kommunen nach sich ziehen könnte.

 

© Quelle: Internetrecherche


Mädchen stärken in technischen Berufen – Beispiel KFZ-Mechatronik zeigt Potenzial und Bedarf

Limburg-Weilburg. In vielen Branchen besteht nach wie vor der Eindruck, dass bestimmte Berufe „Jungsberufe“ seien. Gleichzeitig profitieren Unternehmen, Regionen und Mädchen von einer vielfältigen und inklusiven Berufslandschaft. Das Beispiel der KFZ-Mechatronikerin verdeutlicht, welches Potenzial in Mädchen steckt, wenn ihnen mehr Raum und Unterstützung gegeben wird – und warum es höchste Zeit ist, entsprechende Chancen zu schaffen. Das Förderprogramm des Landkreises Limburg-Weilburg und der Wirtschaftsförderung Limburg-Weilburg-Diez (WFG) unterstützt ansässige Unternehmen bei der Bereitstellung von Ausbildungsplätzen. Gezielt werden dabei auch Mädchen in typisch gewerblich-technischen Berufen gefördert, beispielsweise im Berufsfeld der KFZ-Mechatronik. So erhielt das heimische Familienunternehmen „Auto Bach Unternehmensgruppe“ jüngst Förderungen für drei Mädchen, die an drei Standorten seit 2025 zu KFZ-Mechatronikerinnen ausgebildet werden. Im Gespräch mit Martina Gella, Leiterin Aus- und Weiterbildung bei der Auto Bach Unternehmensgruppe am Standort Limburg, wurde die gute Integration der Auszubildenden in den Betrieben bestätigt. Auch die Rückmeldungen der Berufsschullehrerinnen und -lehrer sind durchweg positiv. Mädchen benötigen gerade in technischen Berufsfeldern mehr Chancen, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Der technische Nachwuchs ist knapp; die gezielte Förderung von Mädchen erweitert den Talentpool und stärkt langfristig die Wettbewerbsfähigkeit von Betrieben. Chancengleichheit in Ausbildung und Beruf stärkt Selbstbestimmung, finanzielle Unabhängigkeit und die Anerkennung von Kompetenzen – unabhängig vom Geschlecht. Darüber hinaus wirkt die Vorbildfunktion von Mädchen, die eine technische Ausbildung beginnen oder abschließen, unmittelbar inspirierend auf Gleichaltrige, Familien, Schulen und Betriebe und fördert eine offenere Unternehmenskultur. Die Förderung von Mädchen in klassischen Männerberufen ist kein Einzelprojekt, sondern eine wichtige Investition in eine moderne, leistungsfähige Wirtschaft. Der Abbau von Barrieren, die Stärkung von Vorbildern und konkrete Unterstützungsangebote schaffen eine Arbeitswelt, in der Talent unabhängig vom Geschlecht zählt. Überregionale Initiativen wie beispielsweise der Girls’ Day am 23. April 2026 bieten Praktika und Netzwerkmöglichkeiten, an denen sich auch zahlreiche regionale Unternehmen beteiligen. So wird die Zukunft in technischen Berufen vielfältiger und nachhaltiger – für eine starke Region Limburg-Weilburg-Diez und darüber hinaus.

© Landkreis Limburg-Weilburg


Wissenschaftlich begleitetes Artenschutzprojekt stärkt Bachforellenbestände im oberen Lahn- und Ohmsystem

Gießen. Es war eine besondere Entdeckung: Im Roten Wasser im Burgwald, einem Zufluss der Ohm im Landkreis Marburg-Biedenkopf, lebt eine eigenständige, weitgehend ursprüngliche Bachforellenpopulation – die sogenannte Burgwaldforelle. Das Besondere an diesen Tieren ist, dass sie als regionale Linie besser an die sich verändernden Lebensbedingungen in den heimischen Gewässern sowie an die durch den Klimawandel bedingten Lebensraumveränderungen angepasst sind als Zuchtforellen. Bereits bei ihrer Entdeckung vor einigen Jahren waren diese Wildstämme selten, da die Gewässer seit Jahrzehnten mit Zuchtforellen aus überregionalen Handelsnetzen besetzt werden. Da die Bachforelle inzwischen bundesweit gefährdet ist, wurde sie 2023 in die Rote Liste aufgenommen. An dieser Stelle setzt das Burgwaldforellenprojekt des Landes Hessen an, das die Obere Fischereibehörde beim Regierungspräsidium Gießen umsetzt. „Ziel ist, den Wildstamm und diese einzigartigen Gene zu sichern und diese wertvolle genetische Linie kontrolliert in geeigneten Bächen des oberen Lahn- und Ohmsystems zu etablieren. Damit sollen die bestehenden Bachforellenbestände genetisch aufgewertet und deren Überlebensfähigkeit erhöht werden“, sagt RP-Mitarbeiter Dr. Christian Weber, der das Projekt vonseiten des Regierungspräsidiums betreut. Und es gibt bereits Erfolge.

Doch der Reihe nach. 2015 war es, als das Institut für Umweltwissenschaften (Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau, ehemals Universität Koblenz-Landau) im Roten Wasser Hinweise für besondere genetische Anpassungen in einer Bachforellenpopulation fand. „Die Tiere sind aufgrund von Wanderhindernissen isoliert. Zudem ist davon auszugehen, dass über Jahrzehnte von Menschenhand keine anderen Forellen eingesetzt worden sind“, erklärt Dr. Christian Weber. Weitere genetische Untersuchungen des Instituts für Umweltwissenschaften im Auftrag der Oberen Fischereibehörde bestätigten 2023 eine eigenständige, weitgehend ursprüngliche Linie – die Burgwaldforelle.

Um sie zu erhalten und weil sich die heute verbreiteten, nicht regionalen Bestände vermutlich nicht vollständig ersetzen lassen, verfolgt das Burgwaldforellenprojekt einen pragmatischen Ansatz: Die Art wird schrittweise genetisch angereichert in Richtung eines regionaltypischen, widerstandsfähigeren Genpools. Dazu wurde aus der Wildpopulation ein gesicherter Zuchtstamm in der Fischzucht Wetterfeld (Familie Lierz) aufgebaut, aus dem Brütlinge und Setzlinge hervorgehen, die wiederum in die Gewässer eingesetzt werden. Die wissenschaftliche Begleitung übernimmt das Büro für fisch- und gewässerökologische Studien (BfS) Marburg.

Um die acht Projektgewässer, in die die Tiere eingesetzt werden, auszuwählen, waren umfangreiche Voruntersuchungen notwendig. Wie sieht der Lebensraum aus? Können sich die Tiere frei bewegen oder gibt es Hindernisse, die sie nicht überwinden können? Finden sie überhaupt genug Nahrung? Wie ist der ökologische Zustand? Diese und andere Fragen galt es zu klären. In dem umfangreichen Bericht des Fachbüros zu den Voruntersuchungen im Jahr 2023 zeigte sich ein alarmierender Befund: „Selbst gezielt ausgewählte, als forellentypisch geltende Bäche weisen teils erhebliche Defizite bei Laich- und Jungfischhabitaten auf. Um überhaupt acht geeignete Projektgewässer beziehungsweise Gewässerabschnitte identifizieren zu können, musste der Suchraum deutlich ausgeweitet werden – in Einzelfällen bis in Abschnitte der Äschenregion“, berichten Dr. Dirk Hübner und Roman Fricke vom BfS Marburg. Ausgewählt wurden schließlich Dautphe, Josbach, Ohe/Elnhäuser Wasser, Rosphe, Treisbach, Wohra (bei Haina), Wohra (bei Gemünden) und Wollmar.

Seit 2024 werden diese Gewässer in einem wissenschaftlich begleiteten Verfahren besetzt. Das geschieht im Frühjahr. Im Herbst werden jeweils Daten erhoben und so der Erfolg kontrolliert. Die ersten Ergebnisse nach zwei Besatzzyklen fallen sehr positiv aus: „Die eingesetzten Burgwaldforellen überleben in allen Gewässern erfolgreich und erreichen stabile Bestandsanteile. Zudem sind die eingesetzten Fische selbst nach einigen Monaten noch größer, wiegen mehr und haben eine bessere Kondition als gleichaltrige ortsständige Bachforellen“, fasst Dr. Christian Weber zusammen.

„An sich sehen wir den Besatz von Gewässern mit Fischen kritisch. Aber in diesem Fall ist er erforderlich, um die negative Entwicklung im oberen Lahn- und Ohmsystem, die die Besatzpraxis mit Zuchtforellen aus überregionalen Handelsnetzen mit sich gebracht hat, umzukehren“, erläutert der RP-Mitarbeiter. „Wir drehen sozusagen das Rad ein Stück weit zurück.“ Denn im Gegensatz zu standorttreuen Wildbachforellen, die über Generationen perfekt an die spezifischen Bedingungen ihres Heimatgewässers angepasst sind, mangelt es Zuchtfischen oft an lebensnotwendigen Instinkten und genetischer Widerstandsfähigkeit. „Zuchtbachforellen sind in der Regel für den Gewässerbesatz problematisch, da sie aufgrund der Selektion in der Fischzucht genetisch und verhaltensbedingt weniger gut an die natürlichen Umweltbedingungen angepasst sind“, führt er aus. Die Folge: Die Bestände gehen, obwohl neue Tiere eingesetzt werden, kontinuierlich zurück. „Aus diesem Grund setzen die Fachleute zunehmend auf eine Nachzucht aus Elterntieren des eigenen Bachsystems“, erklärt Dr. Christian Weber. Die Burgwaldforelle ist daher bestens für Nachzuchten geeignet. „Allerdings darf sie nicht weiträumig verbreitet werden, sondern nur in geeigneten Gewässern des oberen Lahn- und Ohmsystems“, hebt der RP-Mitarbeiter hervor.

Das Projekt macht insbesondere deutlich, dass die Verbesserung des Lebensraums eine Schlüsselrolle spielt. „Die ganzen Bemühungen sind nur nachhaltig, wenn auch die Habitate der Bachforelle verbessert werden. Denn nur wenn der Lebensraum passt, können die Forellen langfristig überleben und sich eigenständig vermehren“, erklärt Dr. Christian Weber. Gerade Letzteres ist ein erklärtes Ziel, denn: „Wir möchten ganz weg davon, regelmäßig Fische in Gewässer einzusetzen.“ Daher passiert das im Rahmen des Projekts zunächst auch nur bis 2027. Dann soll erstmals überprüft werden, ob sich die Burgwaldforellen natürlich fortpflanzen. „Das Projekt ist bewusst regional begrenzt, besitzt aber Modellcharakter für weitere Regionen in Hessen. Es verbindet moderne Genetik, Gewässerentwicklung und Artenschutz – und leistet damit einen wichtigen zukunftsweisenden Beitrag zur Sicherung der biologischen Vielfalt in Hessens Fließgewässern. In diesem Sinne nehmen wir zur Ausweitung des Projektes in Mittelhessen Hinweise auf potenziell ursprüngliche Wildpopulationen der Bachforelle dankbar entgegen.“

© RP-Gießen


Biogas als Energiereserve: Branche sieht großes ungenutztes Potenzial

Angesichts steigender Preise für Öl und Gas rücken alternative Energieträger stärker in den Fokus. Besonders Biogas und Biomethan gelten als mögliche Bausteine für eine unabhängige und klimafreundliche Energieversorgung. Neue Zahlen des Fachverbandes Biogas zeigen nun, welches Potenzial bereits in deutschen Anlagen steckt – und wie viel davon bislang ungenutzt bleibt.

Nach Angaben des Verbandes waren Ende 2025 in Deutschland insgesamt 9.605 Anlagen in Betrieb. Darunter befinden sich 9.315 klassische Biogasanlagen, die direkt vor Ort Strom erzeugen, sowie 290 Anlagen zur Aufbereitung von Biogas zu Biomethan.

Stromproduktion auf Niveau der Photovoltaik

Biogasanlagen verfügen über eine installierte elektrische Leistung von 6.816 Megawatt, während die sogenannte Bemessungsleistung bei 3.316 Megawatt liegt. Der Unterschied erklärt sich durch zusätzliche Kapazitäten, die Anlagenbetreiber schaffen, um Strom flexibel und bedarfsgerecht einspeisen zu können.

Im Jahr 2025 erzeugten die Anlagen insgesamt 29 Terawattstunden Strom. Diese Menge reicht aus, um rund 8,8 Millionen Haushalte mit Energie zu versorgen. Damit liegt die Stromproduktion aus Biogas laut Branchenangaben in einer ähnlichen Größenordnung wie die Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen.

Wärmeerzeugung oft unterschätzt

Neben Strom entsteht bei der Biogaserzeugung auch Wärme, etwa durch den Einsatz von Blockheizkraftwerken. Im vergangenen Jahr belief sich diese Wärmemenge auf 32,3 Terawattstunden. Rund 18,7 Terawattstunden davon wurden tatsächlich genutzt – etwa für Wohngebäude, öffentliche Einrichtungen oder industrielle Prozesse.

Die genutzte Wärme entspricht dem jährlichen Heizbedarf von etwa 1,4 Millionen Haushalten. Aus Sicht der Branche wird dieses Potenzial in energiepolitischen Debatten häufig unterschätzt. Jede eingesetzte Kilowattstunde Biogaswärme könne fossile Energieträger wie Erdöl oder Erdgas ersetzen.

Biomethan gewinnt an Bedeutung

Auch die Aufbereitung von Biogas zu Biomethan spielt eine zunehmend wichtige Rolle. Die 290 entsprechenden Anlagen erzeugten 2025 zusammen 12,8 Terawattstunden Biomethan. Nach Einschätzung des Fachverbandes könnte diese Produktion kurzfristig auf 14,5 Terawattstunden steigen.

Zusammen mit bereits importiertem Biomethan von rund 3,5 Terawattstunden stünden damit 16,3 Terawattstunden zur Verfügung. Das entspräche etwa 6,3 Prozent des aktuellen Erdgasverbrauchs von Wohngebäuden in Deutschland und könnte damit einen Beitrag zur vorgesehenen Grüngasquote im Gebäudesektor leisten.

Branche fordert politische Strategie

Insgesamt kann der deutsche Anlagenbestand laut Fachverband mehr als 80,6 Terawattstunden Energie bereitstellen – aus Strom, Wärme und Biomethan. Die Zahlen wurden erstmals gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut IEE auf Grundlage von Daten aus dem Marktstammdatenregister und EEG-Auswertungen ermittelt.

Gleichzeitig warnt die Branche vor fehlender Planungssicherheit. Viele Betreiber würden derzeit über eine Stilllegung ihrer Anlagen nachdenken, da klare politische Rahmenbedingungen und langfristige Perspektiven fehlten. Der Verband fordert daher eine nationale Strategie für Biogas und Biomethan, wie sie in zahlreichen anderen EU-Staaten bereits existiert.

© Quelle: Fachverband Biogas





Donnerstag


Kostenloses Gartenseminar für Hobbygärtner - Wie nachhaltige Gartenbewässerung gelingen kann

Limburg-Weilburg. Angesichts längerer Trockenperioden, heftiger Starkregenereignisse und anschließender Dürre setzt der Klimawandel vor allem Gärtnerinnen und Gärtner unter Druck. Nach dem Schwerpunktthema des letzten Jahres„Nachhaltig Gärtnern im Zeichen des Klimawandels“ legt der Landfrauenverband Hessen den Fokusdieses Jahr auf die Gartenbewässerung. Zum Thema „Bodenliebe für starke Wurzeln und blühende Gärten“ und in Kooperation mit dem Sonderdienst Klimaschutzmanagement des Landkreises Limburg-Weilburg findet ein kostenloses Seminar statt, das sich dem zentralen Thema „Wasser im Garten“ widmet. Anhand von Praxisbeispielen wird gezeigt, wie Regenwassermanagement und smarte Bewässerungstechniken gelingen können. Das spart Zeit, Geld und Wasser und kommt Tieren, Pflanzen und Böden zugute.

Referentinnen:

  • Petra Dienelt (Landfrauenverband Hessen)
  • Josephine Roßbach (Nachhaltigkeitsbeauftragte, Landkreis Limburg-Weilburg)

Wann und wo: Mittwoch, 25. April 2026, 11 bis 14 Uhr, Hadamar

Anmeldung: j.rossbach(at)limburg-weilburg.de

© Landkreis Limburg-Weilburg / Foto freepik


Windpark Runkel-Villmar auf Facebook

Zum Thema Windpark Runkel-Villmar gibt es eine Pressemitteilung  der Bürgermeisterinnen aus Runkel und Villmar. Lesenswert sind auch die zahlreichen Kommentaren aus der Bevölkerung. Zur Weiterleitung bitte oben auf das Bild klicken. 

© Quelle: Facebook


Kumulieren und Panaschieren: Mehr Macht für den Wähler – aber gar nicht so einfach

Bei der Kommunalwahl am kommenden Wochenende in Hessen, können Wählerinnen und Wähler ihre Stimmen deutlich freier verteilen als bei Bundestags- oder Landtagswahlen. Zwei zentrale Instrumente sind Kumulieren (Stimmen häufeln) und Panaschieren (Stimmen mischen).

Kumulieren bedeutet, dass man einem einzelnen Kandidaten bis zu drei Stimmen geben kann – statt nur einer. Dadurch lässt sich ein besonders geschätzter Bewerber gezielt nach vorne schieben, auch wenn er auf der Parteiliste weit hinten steht.

Panaschieren erlaubt es, die Stimmen auf Kandidaten verschiedener Parteien oder Wählergruppen zu verteilen. Der Wähler kann sich so sein persönliches „Traum-Gremium“ aus den besten Köpfen unterschiedlicher Listen zusammenstellen.

Vorteile beider Verfahren:

  • Deutlich höhere Personenorientierung: Nicht die Parteizentrale entscheidet allein über die Reihenfolge, sondern die Wähler vor Ort.
  • Mehr Wahlfreiheit und Individualität – man muss sich nicht für „das kleinere Übel“ einer ganzen Liste entscheiden.
  • Starke Kandidaten (z. B. beliebte Bürgermeisterkandidaten oder Quereinsteiger) können sich gegen die Parteilogik durchsetzen.
  • Fördert sachliche und persönliche Auswahl statt reiner Parteibindung.

Nachteile und Kritikpunkte:

  • Das System ist kompliziert – viele Wähler machen Fehler beim Ausfüllen → höhere Zahl ungültiger Stimmen 
  • Die Auszählung dauert deutlich länger und ist aufwändiger.
  • Parteien verlieren teilweise Einfluss auf die Zusammensetzung ihrer Fraktionen.
  • In sehr großen Kommunen mit langen Listen wird es für Wähler schwierig, den Überblick zu behalten.

Fazit: Kumulieren und Panaschieren gelten als die demokratischsten und wählerfreundlichsten Varianten des Kommunalwahlrechts in Deutschland – erkauft mit etwas mehr Komplexität und einem höheren Risiko für ungültige Stimmen. Viele Experten und Wähler schätzen genau diese größere Mitbestimmung bei der personellen Zusammensetzung der Kommunalparlamente.

In Villmar können 31 Stimmen vergeben werden und im Landkreis sind es sogar 71. Wer da in der Wahlkabine kumulieren und panaschieren möchte, der sollte sich schon zu Hause darauf vorbereiten damit er dann in der Wahlkabine weiß, welchem Kandidaten er wie viele Stimmen geben möchte. Sonst bilden sich schnell lange Warteschlangen in den Wahllokalen.

 

© Villmarer-Zeitung


Auftakt geglückt - Traumtor besiegelt Auswärtssieg!

Auf dem Würgeser Kunstrasen kamen unsere Jungs gut in die Partie und gingen früh durch Ben Rosbach in Führung, schafften es in der Folge aber nicht, ihr gewohntes Spiel aufzuziehen und agierten in den ersten 45 Minuten über weite Strecken zu fahrig. Kurz vor dem Halbzeitpfiff war es dann eine zumindest schmeichelhafte Elfmeterentscheidung, die den Gastgebern den bis dato nicht unverdienten Ausgleich bescherte. Niklas Hecht versenkte die Kugel sicher.

Nachdem es in der Gästekabine deutliche Worte gegeben haben dürfte, zeigt sich unsere SG nach Wiederanpfiff wie ausgewechselt und übernahm das Kommando. Die spielerische Überlegenheit sollte sich in der 70. Minute auszahlen, als eine Flanke von Janik Holder den Kopf von Nick Steiner fand, der zur verdienten SG-Führung einköpfte. Eine gute Viertelstunde später dann das absolute Highlight der Begegnung: Nach einer Balleroberung in der eigenen Hälfte landet die Kugel bei Luca Seibel, der kurz hochschaut, sieht, dass der einheimische Keeper etwas weit vor dem Tor steht und den Ball aus gut und gerne 55 Metern auf die Reise schickt. Der Ball wird länger und länger und senkt sich unter dem Jubel der zahlreich mitgereisten SG-Zuschauer hinter Keeper Adejemi ins RSV-Tor. - die Entscheidung! Wenig später beendete Schiedsrichter Pajic die zu jeder Zeit faire Partie.

Fazit: Trotz einer überschaubaren Leistung in Halbzeit 1 fährt die SGVAA dank einer deutlichen Leistungssteigerung einen verdienten Auswärtssieg ein. Vielen Dank an alle, die so zahlreich mit nach Würges gereist sind!

© SG Villmar/Arfurt/Aumenau



Die Kreisverwaltung Limburg-Weilburg beteiligt sich am Girls’Day 2026.

Limburg-Weilburg. Am Donnerstag, 23. April 2026 lädt die Kreisverwaltung Schülerinnen ab der 5. Klasse herzlich ein, beim Girls’Day spannende Einblicke in unterschiedliche Berufsfelder zu gewinnen.
Beim Amt für Abfallwirtschaft in Beselich haben Mädchen die Möglichkeit einen ersten Eindruck über die Tätigkeiten einer Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft zu bekommen. Sie werden das Deponiegelände sowie den Wertstoffhof und das Behältermanagement kennenlernen. Es erwartet sie ein spannender Tag mit vielen Informationen zum Thema Abfall und Recycling und zum Ausbildungsberuf Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft – ein vielseitiges und verantwortungsvolles Tätigkeitsfeld mit großer Bedeutung für Umwelt- und Ressourcenschutz.
Beim Amt für den Ländlichen Raum, Umwelt, Veterinärwesen und Verbraucherschutz in Hadamar gewährt der Fachdienst Landwirtschaft und Schutzgebietsmanagement spannende Einblicke in den Bereich der „Grünen Berufe“ und möchte den Ausbildungsweg der Landwirtin näherbringen. Die Teilnehmerinnen erwartet ein abwechslungsreicher Tag. Unter anderem wird der Betrieb Stähler GbR in Hadamar-Oberzeuzheim besucht. Hier besteht die Möglichkeit, die Landwirtschaft aktiv zu erleben und tatkräftig mit anzufassen.
Anmeldemöglichkeiten sowie weitere Informationen finden Sie unter: 

www.girls-day.de

 

© Landkreis Limburg-Weilburg


„Entdeckt das Geheimnis starker Heldinnen und Helden – Resilienz!“ - Nächste WissensWerkstatt für Kinder am 21. März 2026!

Limburg. Götz Müller, Diplom-Psychologe, Aachen ist in der nächsten „WissensWerkstatt für Kinder“ zu Gast, die vom Lions Club Limburg Mittellahn in Kooperation mit dem Jugendbildungswerk Limburg-Weilburg und der Stadtjugendpflege Limburg nun schon im 16. Jahr organisiert und durchgeführt wird. 

Zum Thema „Entdeckt das Geheimnis starker Heldinnen und Helden – Resilienz!“ findet am Samstag, 21. März 2026, von 11:00 – 12:00 Uhr in der Stadthalle Limburg (Clubebene, Eingang „Thing“, Clubsaal), Hospitalstraße 4, 
für Kinder von 8 – 12 Jahren die nächste WissensWerkstatt statt.

Bei dieser WissensWerkstatt werfen wir einen Blick auf die Kräfte der Superheldinnen und Superhelden. Denn wer hat sich nicht schon einmal gefragt, was es wirklich bedeutet, stark zu sein, auch wenn es mal schwierig wird? Bei dieser WissensWerkstatt erfahren die jungen Forscherinnen und Forscher, wie man mutig bleiben kann, auch wenn das Leben manchmal herausfordernd ist. Gemeinsam lernen sie, wie man durch Misserfolge und Rückschläge stärker werden und so immer wieder aufstehen kann – genau wie Superheldinnen und Superhelden!

Götz Müller, ein erfahrener Diplom-Psychologe, erklärt auf spielerische Weise, was Resilienz eigentlich bedeutet, warum sie so wichtig ist und wie man seine innere Kraft finden kann. Dabei geht es nicht nur ums Zuhören, sondern auch ums Mitmachen, Nachdenken und Lachen. Denn: Auch schwierige Zeiten kann man meistern – mit ein bisschen Wissen, Übung und Vertrauen in sich selbst. 
Es wird also wieder spannend in der WissensWerkstatt!

Nach dem Besuch von jeweils sechs Veranstaltungen erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein „Diplom“, ein T-Shirt von Claudius Clever und die ein oder andere Überraschung wartet auch noch! Der Eintritt zur WissensWerkstatt ist frei. 

Die Veranstalter freuen sich, wenn Eltern, Großeltern oder Bekannte die Kinder zur Limburger Stadthalle bringen. Während der WissensWerkstatt haben die Erwachsenen frei. 
Kinder, die zum wiederholten Mal mitmachen wollen, bitte den Studentenausweis mitbringen!

Es ist keine Einzelanmeldung der Kinder erforderlich! Nur Gruppen ab 10 Personen müssen vorher beim Jugendbildungswerk Limburg-Weilburg angemeldet werden: Tel.: 06431-296-118, Mail: jbw(at)limburg-weilburg.de !
Folgende weitere Termine und Themen erwarten die Kinder bis Juni 2026: 

Samstag, 9. Mai 2026
„Wie kommen die Sachen in’s Museum?“  

Dozent: Dr. Martin Faass, Direktor des Hessischen Landesmuseums Damstadt

Samstag, 13. Juni 2026

„Wie werden die „logo!“-Kindernachrichten gemacht?“  

Dozentin: Isabell Ihden, Reporterin der „logo!“-Kindernachrichten, Mainz


Die Vorlesungen dauern jeweils von 11.00 – 12.00 Uhr!
Nähere Informationen finden sich auch auf der Homepage des Jugendbildungswerkes Limburg-Weilburg: www.das-jbw.de

© Stadt Limburg


Natriumbatterien starten in Asien durch – Deutschland hinkt wieder einmal hinterher

Während China 2026 zum entscheidenden Jahr für Natrium-Ionen-Batterien (Na-Ion) macht, bleibt Deutschland und Europa weitgehend Zuschauer. Große chinesische Hersteller wie CATL und BYD haben die Massenproduktion hochgefahren und integrieren die Technologie bereits in Serienfahrzeuge.

CATL startet 2026 mit der „Naxtra“-Natrium-Linie in Pkw – erstes Modell ist der Aion Y Plus (ab Q2), später folgen weitere wie der Changan Nevo A06 mit bis zu 500 km Reichweite. BYD hat eine 30-GWh-Fabrik in Betrieb genommen und entwickelt Natrium-Zellen mit bis zu 10.000 Ladezyklen. Treiber: stark gestiegene Lithiumpreise, extreme Kostenvorteile bei Natrium (reichlich verfügbar, kein Kobalt/Lithium-Abhängigkeit) und exzellente Kälteeigenschaften für Wintermärkte.

Global wurden 2025 bereits ~9 GWh Natrium-Batterien ausgeliefert (+150 % ggü. Vorjahr), 2026 rechnen Analysten mit massivem Hochlauf – fast ausschließlich in China.

In Deutschland und Europa sieht die Lage anders aus:

  • Keine nennenswerte Serienproduktion von Na-Ion-Zellen existiert.
  • Firmen wie Altris (Schweden) und TIAMAT (Frankreich) bauen erste kleine Kathoden- bzw. Zell-Linien auf – Produktionsstart erst Ende 2026 / Anfang 2027, in sehr kleinem Maßstab (z. B. Altris/Draslovka: ~175 MWh/Jahr Äquivalent).
  • Viele europäische Projekte stecken noch in Pilot- oder Forschungsstadien (z. B. Fraunhofer, Uni Münster).
  • Die etablierten Zellfabriken (Northvolt, ACC etc.) konzentrieren sich weiter auf Lithium-Technologien – Natrium spielt hier kaum eine Rolle.

Experten sehen mehrere Gründe für den Rückstand:

  • Hohe Baukosten und langsamere Genehmigungsverfahren in Europa
  • Starke Abhängigkeit vom bestehenden Lithium-Wissen und -Lieferketten (kein echter „Neustart“ möglich)
  • Fehlende massive staatliche Investitionen in Na-Ion-Skalierung (im Gegensatz zu Chinas gezieltem Push)
  • Fokus der EU auf Lithium-High-Performance für Premium-E-Autos statt kostengünstiger Alternativen für Speicher & Einstiegsmodelle

Fazit: 2026 markiert den kommerziellen Durchbruch von Natriumbatterien – vor allem in Asien. Europa riskiert, bei der nächsten Batteriegeneration erneut den Anschluss zu verpassen, obwohl Natrium-Ionen genau die strategischen Vorteile (Rohstoffsicherheit, Kosten, Sicherheit) bieten würde, die die EU sucht.

© Quelle Netzrecherche




Mittwoch


Freiwillige Feuerwehr Villmar hatte mehrere Einsätze

Notfall-Türöffnung aufgrund eines Hausnotrufes

Am Sonntag, gegen 06:50 Uhr, wurden die Feuerwehren der Ortsteile Weyer und Villmar zu einer Notfall-Türöffnung für den Rettungsdienst nach Weyer gerufen. Grund dafür war die Auslösung eines sogenannten Hausnotrufknopfes. Nach erster Erkundung der Zugangsmöglichkeiten zum Gebäude und noch vor Eintreffen des Rettungsdienstes öffnete die betroffene Person eine Tür und sorgte damit für Entwarnung. Es handelte sich lediglich um eine versehentliche Auslösung Die betroffene Person war vom unangekündigten, morgendlichen Besuch sichtlich überrascht. Ende gut, alles gut

Verkehrsunfall zwischen Weyer und Oberbrechen

Im direkten Anschluss an den Einsatz zur Notfall-Türöffnung am Sonntag kam es noch zu einem Verkehrsunfall im Kurvenbereich der L3021 zwischen Weyer und Oberbrechen. Dort kam ein Fahrzeug von der Fahrbahn ab und blieb im Böschungsbereich stehen, was aufgrund der vorhanden Schräglage die Befreiung der betroffenen Person erforderlich machte. Die Einsatzstelle wurde von den benachbarten Feuerwehren Oberbrechen, Werschau und Niederbrechen sowie vom Rettungsdienst abgearbeitet. Aufgrund von noch anwesenden Einsatzkräften im Feuerwehrhaus Weyer vom vorherigen Einsatz, übernahm die Feuerwehr Weyer hier spontan die Verkehrsabsicherung aus Fahrtrichtung Weyer kommend. Wir wünschen der betroffenen Person eine gute Genesung

Abnahme der zweijährigen Grundausbildung

In Lindenholzhausen fand heute die Truppmann Teil 2-Abnahme der Südkreiskommunen statt. Damit wird nach dem Grundlehrgang ("Truppmann Teil 1") die zweijährige, 80 Stunden, umfassende Standortausbildung der Feuerwehrmänner und -frauen geprüft . Im Praxisteil mussten sich die Teilnehmenden aus den Kommunen Bad Camberg, Runkel, Hünfelden, Limburg und Villmar der ersten Hilfe widmen, Vorgehensweisen im Einsatz zeigen wie zum Beispiel das  Bedienen eines Stromerzeugers und das In Stellung  ringen der Steckleiter. Es folgte ein Fragebogen als theoretischer Test. Die Stadt- und Gemeindebrandinspektoren als Prüfer freuten sich über die guten Ergebnisse der Teilnehmenden. Mit der erfolgreichen Prüfung ist nun die Grundlage für viele weitere Lehrgänge geschaffen

 

© Freiwillige Feuerwehr Villmar


10 Jahre Lahn-Marmor-Museum in 2026

Das Lahn-Marmor-Museum ist zur Zeit noch in der Winterpause. Am 28. März soll das Museum welches im Jahr 2026 sein 10-jähriges Jubiläum feiert, wieder öffnen. 


Offene Sprechstunden der Gemeindepflegerin
Anika Stock

Die Gemeindepflegerin unterstützt Sie dabei, passende Hilfs- und Beratungsangebote für ein gutes und selbstständiges Leben im Alter zu Hause zu finden. Sie beantwortet Fragen wie: „Welche Unterstützung gibt es für mich oder meine Angehörigen?“ oder „Wie kann ich weiterhin sicher und gut versorgt in meinen eigenen vier Wänden leben?“
Das Angebot ist kostenfrei und richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger. Kommen Sie einfach vorbei – ohne Anmeldung. Notfalldosen, Wichtig-Mappen, Flyer zu verschiedenen Themen wie Pflege, Demenz, Seniorensicherheit u.v.m. werden kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Kontaktdaten: Anika Stock Mobil Tel.: 06482/9121-17
Mobil (dienstlich): 0151/16329932
E-Mail: anika.stock@villmar.de

© Marktflecken Villmar


Mit Interesse habe ich in der Villmarer-Zeitung den Beitrag über den schlechten Zustand der Straße "Am Kuhgraben" in Villmar gelesen.

Ich habe schon bei Bürgermeister Rubröder und jetzt bei Bürgermeisterin Alice Bokler-Schmidt bei der Jagdversammlung Villmar Ost einen Zuschuss zur Straßensanierung dieses Weges in Höhe von 10.000 € in Aussicht gestellt und darum gebeten, das die Jagdversammlung Villmar West noch einmal den gleichen Betrag zusätzlich zur Verfügung stellt. Bei einem Ortstermin mit der Firma Schäfer, die auch das neue Baugebiet erschlossen hat, habe ich ein detailliertes Angebot eingeholt und auf der Jagdversammlung im Beisein der Bürgermeisterin vorgestellt.  Bis heute hat sich leider noch nichts in dieser Angelegenheit getan.

Auch habe ich mehrfach versucht die Bürgermeisterin zu einer Ortsrundfahrt, wie ich sie schon öfter mit dem Bauamtsleiter Buchhofer unternommen habe, zu gewinnen. Leider bisher vergebens. Bei diesen Ortsrundfahrten wurden in der Vergangenheit Mängel an Straßen, Feldwegen und Wanderwegen, wie zum Beispiel Reparaturmaßnahmen sowie notwendige Hecken- und Baumrückschnitte festgestellt und in Absprache behoben. 

Bei diesen Fahrten habe ich festgestellt, dass wir das neue Baugebiet im Brotweg an dieser Stelle eigentlich nicht gebraucht hätten. Dort wird jetzt wertvoller landwirtschaftlicher Boden von etlichen Hektar für alle Zeiten zubetoniert und das Landschaftsbild verschandelt. Beim Blick vom Galgenberg blutet mit das Herz. Es bestehen große Baulücken im Ort wie beispielsweise oberhalb der ehem. Gärtnerei am Engelsberg, in Verlängerung der Engelshohl in Richtung Friedhof sowie auf der Struth am Waldrand entlang (Weihnachtsbaum-Kultur) bis zum Ende des Brotwegs Richtung Kalkreusch. Diese Flächen hätten sich ausnahmslos in das bestehende Ortsbild eingefügt und ebenfalls eine ruhige Wohnlage ermöglicht.


Mit Sorge betrachte ich auch die Planung, auf dem Galgenberg Windräder aufzustellen. Das bereits genehmigte Windrad soll eine Höhe von 200 m und eine Flügelspannweite von 133 m haben. Und das auf dem beliebten Ausflugsort Galgenberg. Es wird sogar damit geliebäugelt weitere Windräder im Wald und an der Heerstraße aufzustellen. Dieses Vorhaben werden weder die Welt noch die Finanzmisere des Marktfleckens Villmar retten. 

gez. Richard Laux
Hof Waldeck



Landrat Köberle freut sich über 17 neue digitale Lotsinnen und Lotsen

Der Mehrwert digitaler Geräte und Anwendungen für ein selbstständiges Leben im Alter im gewohnten Umfeld sowie gesellschaftliche Teilhabe ist unbestritten. Allerdings nutzen nach wie vor viele ältere Menschen digitale Technik nicht – sei es wegen fehlender Kenntnisse, Zweifeln an der Datensicherheit oder aber unklaren Vorstellungen über den Nutzen der Geräte. Mit dem Projekt „Digital im Alter – Di@-Lotsen“ wurde ein sehr niedrigschwelliges und wohnortnahes Angebot zur Vermittlung dafür notwendiger digitaler Kompetenzen geschaffen, um gerade ältere und oft weniger mobile Menschen mitzunehmen und in die digitale Welt zu begleiten. Ehrenamtliche Di@-Lotsinnen und Di@-Lotsen bieten dazu vielfältige Möglichkeiten, die von einem Kurs zu einem speziellen Thema bis zur individuellen, aufsuchenden Beratung zu Hause reichen können. Lokale Stützpunkte dienen der Verankerung der Di@-Lotsinnen und -Lotsen vor Ort: Sie machen deren Angebot bekannt, geben mobile Technik wie beispielsweise Tablets an sie heraus und koordinieren Angebot und Nachfrage wohnortnah.
 

Seit September 2025 gibt es auch bei der Kreisverwaltung Limburg-Weilburg einen solchen Stützpunkt. Landrat Michael Köberle hat nun im Gymnasium Philippinum in Weilburg Zertifikate an neue Di@-Lotsinnen und Di@-Lotsen übergeben. „Ich freue mich sehr, dass hier in Weilburg junge digitale Lotsinnen und Lotsen im Wahlpflichtfach ‚Sozial macht Schule‘ der Klasse 9 dafür geschult wurden, Seniorinnen und Senioren digitale Technik näherzubringen, den älteren Menschen interessante Apps vorzustellen und auch über Gefahren in der digitalen Welt aufzuklären. Damit werden die Jugendlichen zugleich für dieses wichtige Thema sensibilisiert und für das Ehrenamt begeistert“, betonte Landrat Köberle bei der Übergabe der Zertifikate. 16 Mädchen und ein Junge haben sich zwei Stunden pro Woche und in einem einwöchigen Praktikum mit dieser Thematik beschäftigt. Im nächsten Schritt geht es nun darum, Kooperationspartner zu finden, wo die Schülerinnen und Schüler aktiv werden können, beispielsweise bei einem Seniorennachmittag, einem Seniorenkaffee oder in einer Senioreneinrichtung.
 

Zertifikate erhielten Laetitia Bördner, Mara Buggisch, Johanna Josefine Eisenstein, Nele Eufinger, Lena Malin Gentner, Jasmin Gläser, Maja Alia Hahn, Kathrin Höhler, Clara Jung, Marcel Maier, Nike Meuser, Emilia Rückert, Alexandra Sophie Schäfer, Noemi Schäfer, Stella Nele Schmidt, Johanna Margareta Stuy und Shirin Wolaschka.
 

Koordiniert wird der Stützpunkt der Kreisverwaltung Limburg-Weilburg nach den Worten von Landrat Michael Köberle von der Leitstelle „Älter werden“, die dem Sozialamt zugeordnet ist und bereits Einzelberatungen in Hünfelden und Löhnberg sowie Gruppenangebote im Raum Hadamar organisiert hat. Weitere Ideen sind erwünscht und werden von der Leitstelle „Älter werden“, Telefon: 06431 296-523 oder 06431 296-893, Mail: aelterwerden(at)limburg-weilburg.de, entgegengenommen.

© Landkreis Limburg-Weilburg


Verbände fordern gesetzlichen Schutz für das Bargeld – breiter Appell an die Bundesregierung

Berlin, 10. März 2026 – Bargeld bleibt in Deutschland das beliebteste Zahlungsmittel, doch seine Nutzung gerät zunehmend unter Druck. In einem gemeinsamen Appell, der Ende Januar 2026 veröffentlicht wurde, haben 14 Verbraucherschutz-, Sozial-, Wohlfahrts- und Wirtschaftsverbände die Bundesregierung eindringlich aufgefordert, Bargeld aktiv zu schützen und zukunftsfest zu machen. Unter den Unterzeichnern sind der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), der Paritätische Wohlfahrtsverband, die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen – sowie zahlreiche weitere Organisationen.

Die Verbände warnen davor, dass immer mehr Menschen vom bargeldlosen Bezahlen ausgeschlossen werden könnten. Besonders betroffen seien Ältere, Menschen mit geringem Einkommen, Menschen mit Behinderungen, Kinder sowie Geflüchtete und alle, die aus unterschiedlichen Gründen keinen Zugang zu digitalen Zahlungsmitteln haben oder diese nicht nutzen möchten. In vielen Supermärkten, an Selbstbedienungskassen, in kleinen Cafés oder bei Automaten werde Bargeld inzwischen abgelehnt oder gar nicht mehr angeboten. Gleichzeitig nehme die Verfügbarkeit von Geldautomaten und Einzahlungsmöglichkeiten spürbar ab, was den Alltag für viele erschwert.

Kern der Forderung ist daher ein eigenes Gesetz zum Schutz des Bargelds. Dieses soll sicherstellen, dass Bargeld grundsätzlich als Zahlungsmittel akzeptiert werden muss – also eine echte Akzeptanzpflicht schaffen – und dass jeder Mensch kostenfrei und barrierefrei in angemessener Nähe Zugang zu Bargeld behält, sei es über klassische Geldautomaten oder alternative Lösungen. Die Verbände betonen, dass niemand ausgeschlossen werden dürfe, nur weil er oder sie bar zahlen möchte oder muss. Mit einem solchen Gesetz könne die Bundesregierung ihr klares Bekenntnis aus dem Koalitionsvertrag einlösen, Bargeld zu erhalten und den Verbraucherinnen und Verbrauchern echte Wahlfreiheit beim Bezahlen zu garantieren.

Die Deutsche Bundesbank unterstreicht diese Haltung seit Langem. Sie sieht Bargeld als unverzichtbar an und betont ihre Aufgabe, die flächendeckende Versorgung mit Banknoten und Münzen sicherzustellen. Aktuelle Studien zeigen, dass in Deutschland nach wie vor rund 69 Prozent der Menschen es sehr wichtig finden, auch künftig bar zahlen zu können. Die Akzeptanz im Einzelhandel liegt derzeit bei über 99 Prozent, doch schleichende Einschränkungen im Alltag sorgen für wachsende Kritik.

Auf europäischer Ebene tritt ab Mitte 2027 eine einheitliche Regelung in Kraft: Im Geschäftsverkehr dürfen Barzahlungen dann maximal 10.000 Euro betragen, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu erschweren. Ab 3.000 Euro sind Ausweispflicht und Nachweispflicht über die Herkunft des Geldes vorgesehen. Privatpersonen untereinander sowie der reine Besitz von Bargeld bleiben davon unberührt. Die Europäische Zentralbank und die Politik betonen durchgängig, dass der geplante digitale Euro eine Ergänzung zum Bargeld darstellen soll – keinesfalls ein Ersatz.

Der Appell der Verbände findet breite Unterstützung in der Bevölkerung. Viele sehen in einer gesetzlichen Absicherung den entscheidenden Schritt, um die bewährte Zahlungsmethode Bargeld nicht stillschweigend aus dem Alltag verschwinden zu lassen. Ohne aktiven Schutz drohe ein schleichender Rückgang durch mangelnde Akzeptanz und Infrastrukturabbau, warnen die Initiatoren.





Dienstag


Bäume an der Kriegergedächtniskapelle am Kirchturm wurden stark zurückgeschnitten

Ansicht vor den Arbeiten

So sah das immer im Sommer aus. Das Blätterdach der Bäume spendete Schatten und bot den Kirchturmdohlen und -Raben Schutz und Raum zum Nestbau.

Das ändert sich gerade. Eine Firma wurde damit beauftragt, die Bäume stark zurückzuschneiden. Dazu wurde in der Windgasse ein Autokran aufgestellt. Ein Arbeiter im Korb, ausgerüstet mit Motorsäge,  schnitt am letzten Donnerstag alle Äste in luftiger Höhe ab.

Hier auf dem Foto war man gerade bei der Arbeit. An einem Baum ragen die Äste noch in den Himmel.

So sieht das jetzt aus. Die Bäume wurde radikal auf Stock gesetzt. Sie werden sicher wieder austreiben, aber es wird lange dauern bis die Baumkronen wieder so groß werden wie in den letzten Jahren. Die sonst hier ansässigen Kirchturmdohlen und Raben sind jetzt erst mal heimatlos und umkreisen ungläubig den Kirchturm.

Das abgeschnittene "gesegnete Holz" fand sogleich Abnehmer. Es durfte kostenlos mitgenommen werden. Damit war es sogar günstiger als das noch nicht verkaufte Holz im Hochwald, welches von der Gemeinde derzeit mit Rabatt angeboten wird.

© Villmarer-Zeitung


Der Kinderbasar in der König-Konrad-Halle war ein voller Erfolg

Am Sonntag Vormittag gab es einen Frühjahr-Sommer Kinderbasar in der König-Konrad Halle. Erwartungsgemäß war die Veranstaltung gut besucht. Neben Kinderbekleidung in verschiedenen Größen gab es auch Spielsachen, Kinderwagen und dergleichen.

Hier ein Blick auf den schon etwas geplünderten Spielwarentisch. 

Das Ganze war gut organisiert. Die Kleidungsstücke waren nach Größen auf die verschiedenen Tische sortiert. Die Auswahl war riesig. Viele Eltern verließen die Halle mit großen Kleiderpaketen im Arm. Am Ausgang gab es sogar ein Kuchenbuffet. Da konnte man sich nach dem Einkauf noch ein wenig stärken. Die Einnahmen sollen für wohltätige Zwecke gestiftet werden. Darüber werden wir später noch berichten.

© Villmarer-Zeitung



Gesundheitsvortrag zum Thema Dialysezugänge

Bei ausgeprägten Nierenfunktionsstörungen oder dem vollständigen Verlust der Nierenfunktion ist eine regelmäßige Blutwäsche („Dialyse“) erforderlich. Damit eine Dialyse überhaupt funktionieren kann, braucht es einen zuverlässigen Zugang zum Blutkreislauf. Doch was genau bedeutet das? Welche Arten von Zugängen gibt es und warum ist der sogenannte Shunt für viele Patientinnen und Patienten so wichtig? Diese Fragen beantwortet Christopher Ellermeier, leitender Oberarzt der Gefäßchirurgie im Limburger Krankenhaus, am Donnerstag, den 12. März, um 18 Uhr im Rahmen eines Gesundheitsvortrags. Der erfahrene Gefäßchirurg erklärt leicht verständlich, wie Dialysezugänge entstehen, wie sie funktionieren und welche Besonderheiten im Alltag zu beachten sind.

Für eine Blutwäsche müssen pro Minute große Mengen Blut aus dem Körper heraus- und wieder zurückgeleitet werden. „Das gelingt nur mit Hilfe spezieller Gefäßzugänge, die stabil, belastbar und langfristig zuverlässig sind,“ erläutert Ellermeier. Um diese Struktur zu erhalten, wird in einem kleinen operativen Eingriff in der Gefäßchirurgie eine solche Verbindung zwischen Arterie und Vene künstlich geschaffen. Der sogenannte Shunt wird in der Regel am Unter- oder Oberarm operativ angelegt. „Der Shunt ist der Goldstandard, weil er hohe Blutflussraten ermöglicht und ein geringeres Infektionsrisiko hat.“

Für die Anlage eines Dialyseshunts gelten verschiedene grundsätzliche Voraussetzungen und Überlegungen.  Im Vortrag erklärt der Gefäßchirurg daher anschaulich, welche Gefäße für eine Shuntanlage geeignet sind und was dabei berücksichtig werden muss. Auch typische Probleme wie Verengungen, Thrombosen oder Infektionen werden verständlich eingeordnet.

„Viele Patientinnen und Patienten sind unsicher, was sie mit dem Shunt-Arm dürfen und was nicht. Hier hilft Wissen enorm, um Ängste abzubauen und Komplikationen zu vermeiden,“ so Ellermeier.

Wenn ein Shunt nicht möglich ist oder eine Dialyse sofort beginnen muss, kommen zentrale Dialysekatheter zum Einsatz. Sie werden in große Venen gelegt und dienen häufig als Übergangslösung, bis ein Shunt ausgereift ist. Im Vortrag erläutert Ellermeier die verschiedenen Katheterarten, ihren Einsatz im Notfall und warum sie trotz ihres höheren Infektionsrisikos ein unverzichtbarer Bestandteil der Dialyseversorgung sind.

Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, individuelle Fragen zu stellen und praktische Hinweise für den Alltag mit Dialysezugang zu erhalten.

Thema: Dialysezugänge verstehen: Shunts und Katheter einfach erklärt
Referent: Christopher Ellermeier, Leitender Oberarzt Gefäßchirurgie​​​​​​​
Termin: Donnerstag, 12. März 2026, 18.00 Uhr   ​​​​​​​
Ort: Krankenhaus Limburg, Auf dem Schafsberg | 65549 Limburg, Konferenzraum Katharina Kasper

Es wird um vorherige Anmeldung gebeten – entweder per E-Mail an ukm@st-vincenz.de oder telefonisch unter 06431 292 - 7113. Der Besuch der Veranstaltung und das Parken im vorderen Parkhaus sind für Teilnehmende kostenfrei.

©
St. Vincenz Gesundheitsverbund


Betriebspraktikum:
Zeit nutzen, sich informieren und Fragen stellen

Gießen. Welchen Beruf möchte ich später einmal ausüben? Angesichts der Fülle der Möglichkeiten fällt vielen jungen Menschen die Wahl schwer. Betriebspraktika sind eine gute Gelegenheit, in einen bestimmten Bereich reinzuschnuppern und erste Erfahrungen mit der Arbeitswelt zu sammeln. „Auf jeden Fall sollten die Schülerinnen und Schüler die Zeit nutzen, sich informieren und Fragen stellen. Und sie sollten auf jeden Fall aufmerksam und konzentriert bei der Sache sein, um Unfälle zu vermeiden. Sicherheit ist das A und O“, betont der Gießener Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich. Passend dazu informieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Dezernate für Arbeitsschutz des Regierungspräsidiums (RP) Gießen über wichtige Vorgaben zum Arbeitsschutz im Betriebspraktikum, angefangen bei der Unterweisung am ersten Tag bis hin zur passenden Kleidung.

Das Thema Arbeitsschutz spielt gerade auch für Jugendliche beim ersten Kontakt mit der Berufswelt eine große Rolle, wissen Florian Lang, Clara Ferber, Sascha Dietz, Bianca Hoyer und Christina Rezlav vom RP. Das beginnt gleich am ersten Tag des Praktikums mit einer Unterweisung. Dabei werden besondere Gefahren, die im Betrieb auftreten können, besprochen, zum Beispiel der Staplerverkehr. Aber auch allgemein Übliches wie der Umgang mit persönlicher Schutzausrüstung oder Verhaltensweisen bei Bränden in dem Betrieb werden erklärt. „Das ist an der Stelle wichtig, weil es Kindern und Jugendlichen noch an der erforderlichen Erfahrung und dem notwendigen Sicherheitsbewusstsein mangelt“, betonen die Arbeitsschutzexperten.

Regelungen zur Arbeitszeit

In vielen Betrieben ist eine besondere Arbeitsbekleidung vorgeschrieben. Die Jugendlichen sollten sich vor Beginn des Praktikums informieren, was genau gefordert wird. „In einem Metall verarbeitenden Betrieb ist etwa auf festes Schuhwerk, enganliegende Kleidung, keine offenen Haare und keine losen Bänder oder Gürtel zu achten“, erklären die RP-Mitarbeiter. Erforderliche Sicherheitsschuhe stellt der Betrieb im Regelfall zur Verfügung. Passiert das nicht und machen das auch nicht die Eltern, muss die Schule die Kosten für die notwendige persönliche Schutzausrüstung übernehmen.

Regelungen gibt es auch zur Arbeitszeit. Für jugendliche Arbeitnehmer gelten strengere Vorschriften. Schülerinnen und Schüler, die das 15. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, dürfen täglich höchstens sieben Stunden arbeiten (35-Stunden-Woche). Für die älteren Schulpraktikanten gilt ein Acht-Stunden-Tag (40-Stunden-Woche), sofern sie nicht mehr der Vollzeitschulpflicht unterliegen. Unterschiede gibt es auch bei den Pausenregelungen. Bei Arbeitszeiten von mehr als viereinhalb Stunden dauern die Pausen insgesamt 30 Minuten. Wird mehr als sechs Stunden gearbeitet, betragen die Pausen insgesamt mindestens eine Stunde. Grundsätzlich gilt: Keine Pause darf kürzer als 15 Minuten sein. Jugendliche dürfen nur in der Zeit von 6 bis 20 Uhr beschäftigt werden. Für Jugendliche über 16 Jahren gelten diesbezüglich in bestimmten Branchen gewisse Ausnahmen.

Was Handy oder Smartphone angeht, lautet der Rat der Arbeitsschützer: Während der Praktikumszeit am besten ausschalten oder ganz zu Hause lassen. Wer auf dem Handy herumtippt, ist abgelenkt, und es kann zu vermeidbaren Unfällen kommen. Weiter dürfen die Schulpraktikanten keiner erheblichen körperlichen Belastung ausgesetzt werden. Zu berücksichtigen ist auch, dass Jugendliche keine Tätigkeiten ausführen dürfen, bei denen ihre Gesundheit – beispielsweise durch Gefahr- oder Biostoffe – gefährdet wird.

Betriebe sensibilisieren

„Dass der Arbeitsschutz bei Betriebspraktika eingehalten wird, ist leider nicht selbstverständlich“, berichten die Arbeitsschützer aus jahrelanger Erfahrung. Deshalb schauen Mitarbeiter des Regierungspräsidiums regelmäßig, ob die gesetzlichen Bestimmungen in Betrieben genügend beachtet werden. „Damit wollen wir die Betriebe sensibilisieren. Wenn wir es schaffen, mit diesen Kontrollen nur einen einzigen – schlimmstenfalls tödlichen – Betriebsunfall zu verhindern, haben wir schon viel erreicht.“

Eltern sowie Schülerinnen und Schüler können sich bei weiteren Fragen an die Dezernate für Arbeitsschutz beim Regierungspräsidium Gießen wenden. Sie finden auch Flyer zum Thema Betriebspraktika auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Gießen unter https://rp-giessen.hessen.de/arbeits-und-verbraucherschutz/jugendarbeitsschutz. Vortragsreihen für interessierte Schulen im Regierungsbezirk können auf Anfrage angeboten werden. Ansprechpartner sind Florian Lang, Clara Ferber, Sascha Dietz, Bianca Hoyer und Christina Rezlav unter den Telefonnummern 0641 303-8600 und -3237. 

© RP Gießen




Montag


Schnuppermobil des Deutschen Tischtennis-Bundes zu Gast in Villmar

Große Begeisterung für den Tischtennissport herrschte neulich in der Johann-Christian-Senckenberg-Schule in Villmar: Das Schnuppermobil des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) machte Station in der Lahngemeinde und sorgte bei den Schülerinnen und Schülern für jede Menge Bewegung und Spaß.

Knapp 90 Kinder aus vier Klassen der Jahrgangsstufen drei und vier nahmen an der Aktion teil, die vom TTC Villmar organisiert und betreut wurde. In der Sporthalle wartete auf die Kinder ein abwechslungsreicher Gerätepark rund um den kleinen weißen Ball. Neben regulären Tischtennistischen konnten auch Mini- und Midi-Tische ausprobiert werden, an denen mit unterschiedlich großen Schlägern und Bällen gespielt wurde.

Ein besonderes Highlight war der Tischtennis-Roboter, der den Kindern die Bälle mit verschiedenen Geschwindigkeiten und Rotationen zuspielte. So konnten die Nachwuchssportler ihre Reaktionsfähigkeit und Ballkontrolle testen. Auch verschiedene Geschicklichkeitsübungen sorgten für Abwechslung und vermittelten spielerisch erste Grundlagen des Sports.

Das Schnuppermobil des DTTB ist seit vielen Jahren in ganz Deutschland unterwegs, um Kinder und Jugendliche für Tischtennis zu begeistern und Vereine bei der Nachwuchsgewinnung zu unterstützen.

Die Villmarer Schülerinnen und Schüler waren mit großer Freude bei der Sache und probierten die unterschiedlichen Stationen mit viel Engagement aus. Auch für den TTC Villmar war der Aktionstag ein voller Erfolg: „Die Kinder hatten sichtbar Spaß am Tischtennis. Wir hoffen natürlich, dass wir die eine oder den anderen bald bei uns im Training wiedersehen“, so das Fazit der Vereinsverantwortlichen.

© TTC 1953 Villmar e.V.


Jahreshauptversammlung der freiwilligen Feuerwehr Villmar am Samstag 14.3., 19:00 Uhr im Gerätehaus

Tagesordnung:
1. Eröffnung und Begrüßung
2. Abstimmung über das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung*
3. Berichte
a. des Vorsitzenden
b. der Einsatzabteilung
c. der Jugendfeuerwehr
d. der Kinderfeuerwehr

e. des Blasorchesters
f. des Jugendblasorchesters
g. der Tanzgruppen

4. Aussprache über die Berichte
5. Grußworte
6. Kassenbericht
7. Bericht der Kassenprüfer
8. Wahl eines Kassenprüfers (passiv)
9. Festlegung des Vereinsbeitrags (lt. Satzung) für das Jahr 2026
10. Ehrungen
11. Wahl eines Wahlausschusses
12. Wahl des geschäftsführenden Vorstandes
13. Veranstaltungen 2026
14. Verschiedenes
Anträge auf Ergänzung zur Tagesordnung müssen spätestens 5 Tage vor der Mitgliederversammlung
dem Vereinsvorsitzenden Tim Fritsch – Hochstraße 10, 65606 Villmar – schriftlich mitgeteilt werden.

Der Vorstand
Die Wehrführung

* Das Protokoll des letzten Jahres ist auf www.ffw-villmar.de veröffentlicht.

Um Sie zeitgerecht informieren zu können und um
Rückbuchungen zu vermeiden, teilen Sie Ihre E-Mail-Adresse und
Änderungen Ihrer Bankverbindung (auch bei Bankenfusionen)
umgehend unserem Kassierer Dennis Rosbach unter der E-Mail
kassierer@ffw-villmar.de mit. Vielen Dank!

© FFW Villmar


Landfrauenverein Villmar
Mit Kugelbahn und neuem Schwung in die Zukunft - Gabi Fluck ist Ehrenmitglied

Bei der diesjährigen Jahreshaupt-versammlung in der König-Konrad-Halle wurde einmal mehr deutlich, dass die Villmarer Landfrauen weit mehr sind als ein reiner Traditionsverein. Die erste Vorsitzende Pia Höck begrüßte knapp 70 Teilnehmerinnen und ließ in ihrer Ansprache ein ereignisreiches Jahr Revue passieren. Dabei betonte sie besonders, wie gut der im vergangenen Jahr neu gewählte Vorstand inzwischen zusammenarbeitet.

 

Gleich zu Beginn der Versammlung gab es einen besonderen Moment der Anerkennung: Die frühere langjährige Vorsitzende Gabi Fluck wurde unter großem Beifall zum Ehrenmitglied ernannt. Höck würdigte ihr langjähriges Engagement und dankte ihr für die weiterhin gegebene Unterstützung sowie für die wertvollen Ratschläge, die den Wechsel an der Vereinsspitze erleichtert hatten.

Auch die Zahlen, die Schriftführerin Lisa Geßner vorstellte, unterstreichen die starke Stellung des Vereins. Mit mehr als 400 Mitgliedern sind die Landfrauen eine feste Größe im Gemeindeleben. Im vergangenen Jahr fanden insgesamt 15 Veranstaltungen statt, an denen rund 700 Frauen teilnahmen. Das Angebot war breit gefächert: Neben WhatsApp-Kursen standen auch Gehölzschnittseminare sowie kulinarische Vorträge zum Thema „Mikrobiom“ auf dem Programm. Ein besonderer Höhepunkt war die Weihnachtsfahrt in den Odenwald und nach Mainz, an der mit 104 Teilnehmerinnen so viele Landfrauen wie noch nie teilnahmen.

Auch im Nachwuchsbereich läuft es gut. Denise Kaulakis berichtete von aktuell 72 „Landkids“ und „Landteens“, die ein abwechslungsreiches Programm erlebten. Dazu gehörten unter anderem Besichtigungen der Kompostanlage und des Rathauses, Selbstverteidigungskurse sowie eine gemeinsame Kanutour. Um die Bindung an den Verein weiter zu stärken, haben die Jugendlichen künftig auch die Möglichkeit, an regulären Veranstaltungen der Landfrauen teilzunehmen.

Kassiererin Mandy konnte zudem eine solide Finanzlage präsentieren, weshalb der Vorstand von der Versammlung einstimmig entlastet wurde. Trotz der positiven Entwicklung standen auch wichtige Entscheidungen an: Wegen steigender Abgaben an den Landes- und Bundesverband wird der Mitgliedsbeitrag erstmals seit 2017 schrittweise angehoben. Ab 2027 beträgt er 27 Euro pro Jahr, ab 2028 dann 30 Euro.

Der Verein blickt bereits auf das Jahr 2027, in dem das 75-jährige Bestehen gefeiert werden soll. Einen ersten Vorgeschmack darauf gibt es schon im kommenden September mit einer Lesung des bekannten hr-Moderators Tim Frühling in der König-Konrad-Halle.

© Villmarer-Zeitung / Landfrauenverein Villmar


Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs 2025/2026 im Landkreis Limburg-Weilburg

Limburg-Weilburg. Der 67. Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels - einer der ältesten und größten Wettbewerbe für Schülerinnen und Schüler in Deutschland - ging in die nächste Runde: Die besten rund 7.000 Vorleserinnen und Vorleser traten bundesweit zu den regionalen Entscheiden der Städte und Landkreise an.

Im Landkreis Limburg-Weilburg übernimmt das Jugendbildungswerk Limburg-Weilburg seit vielen Jahren die Organisation und Durchführung des Kreisentscheides. Der Wettbewerb für insgesamt 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 6. Klassen – den Schulsiegerinnen und Schulsiegern aus den weiterführenden Schulen des Landkreises Limburg-Weilburg - fand in zwei Gruppen, am Freitag, 27. Februar und am Samstag, 28. Februar 2026 in der Kreisverwaltung Limburg-Weilburg in Limburg statt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durften zunächst aus einem selbst gewählten Buch vorlesen. Im Anschluss gab es noch einen kurzen Text aus einem von der Jury ausgewählten Buch zu bewältigen. Am Freitag hatte Nadine Schmidt, Leiterin der Kreis- und Stadtbücherei Weilburg den Vorsitz der Jury inne. Darüber hinaus wirkten Evelyn Schneider, Buchhandlung Schaefer-Bücher Limburg und Esther Kleinschmidt, Thalia-Buchhandlung Limburg in der Jury mit. Am Samstag übernahm Annie Vollmers von der Kulturenwerkstatt Limburg den Vorsitz der Jury und wurde dabei von Desiree Jung, Tilemannschule und Oliver Hartmann, kommunale Jugend- und Schulsozialarbeit Hünfelden unterstützt. 

Landrat Michael Köberle, der die Preisverleihung am Samstag, 28. Februar 2026, übernahm, freute sich mit den lesebegeisterten Schulsiegerinnen und Schulsiegern. Er überreichte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Kreisentscheids die Urkunden sowie Buch-Geschenke. Siegerin der Gruppe „Limburg-Weilburg Nord“ wurde am Freitag Luise Papenguth von der Mittelpunktschule „St. Blasius“ Frickhofen, die aus dem Buch „Ihr mich auch“ von Pia Herzog vorlas. In der Gruppe „Limburg-Weilburg Süd“ setzte sich am Samstag Lennon Scheib von der Tilemannschule Limburg mit seinem Buch „Schule der Meisterdiebe – Die schwarze Festung“ von J.J. Arcanjo durch. Beide vertreten damit den Landkreis Limburg-Weilburg beim Bezirksentscheid des Vorlesewettbewerbs, der in Gießen stattfinden wird. 
Im Mai folgt dann der hessische Landesentscheid und im Juni 2026 der Bundesentscheid in Berlin. Der traditionsreiche Vorlesewettbewerb wird seit 1959 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels durchgeführt und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.


Hessenweiter Warntag am 12. März gegen 10 Uhr

Am 12. März 2026 heulen in den hessischen Kommunen zum hessenweiten Probealarm ab 10:00 Uhr die Sirenen. Hintergrund und Ziel des Aktionstages ist es, die Bürger für die verschiedenen Warnmittel und Alarmsignale weiter zu sensibilisieren und die technische Warninfrastruktur zu testen.

Neben Sirenen werden auch alle weiteren Warnmöglichkeiten, wie beispielsweise das vom Bund eingeführte „Cell-Broadcast“ oder die innovative Warn-App hessenWARN, zum Einsatz kommen. Sowohl das Sirenensignal für den Probealarm ab 10:00 Uhr als auch für die Entwarnung um 10:30 Uhr dauern dann jeweils für eine Minute an.

Zuverlässige Warnung wichtiger denn je

Innenminister Roman Poseck erklärt: „Die aktuelle Sicherheitslage führt uns vor Augen, wie wichtig es ist, im Ernstfall schnell und zuverlässig über eine Gefahrenlage informiert zu werden. Angesichts möglicher Stromausfälle, Extremwettereignisse oder anderer Gefahrensituationen ist eine schnelle und zuverlässige Warnung der Bevölkerung wichtiger denn je. Schließlich beginnt Sicherheit vor dem Ernstfall.

Deshalb testen wir unsere Sicherheitssysteme und prüfen damit, ob sie technisch einwandfrei funktionieren und alle Menschen erreichen. Wenn also am hessenweiten Warntag Sirenen durch unsere Städte und Gemeinden klingen und kurz darauf Warnmeldungen auf den Mobiltelefonen erscheinen, ist das kein Anlass zur Sorge, sondern ein wichtiger Sicherheitstest. Gleichzeitig bietet der Warntag Bürgern die Möglichkeit, sich mit dem richtigen Verhalten im Notfall vertraut zu machen und die eigene Vorsorge zu überprüfen.

Mein herzlicher Dank gilt allen, die diesen Warntag möglich machen – den Einsatzkräften, den Mitarbeitern in Leitstellen und Kommunen sowie den Experten auf Landesebene. Sicherheit entsteht durch Zusammenarbeit. Der Warntag zeigt: Wir handeln gemeinsam, vorausschauend und entschlossen, damit die Menschen in Hessen sich im Ernstfall auf uns verlassen können.“

Zum Test der Warnmedien und zur Sensibilisierung der Bevölkerung hat sich inzwischen der bundesweite Warntag im Herbst eines Jahres etabliert. Über diesen bundesweiten Warntag hinaus soll in den Bundesländern ein jeweils landesweiter Warntag etabliert werden. Ziel ist es, die Auslösung der regionalen Warnmedien über die Infrastruktur der hessischen Landkreise und kreisfreien Städte zu testen. In einer bundesweiten Abstimmung hat man den landesweiten Warntag alljährlich für den zweiten Donnerstag im März vormittags festgelegt. Eine Warnung der Bevölkerung kann sowohl bei einer Bedrohung der Bundesrepublik von außen („Zivilschutzfall“), bei Großschadenslagen („Katastrophenfall“), im täglichen Einsatzgeschehen der Feuerwehr („tägliche Gefahrenabwehr“) -als auch bei polizeilichen Ereignissen (z.B. Terrorlage) erforderlich sein.

Am 12. März wird dieser landesweite Warntag, neben Nordrhein-Westfalen, Bayern und Rheinland-Pfalz, in Hessen durchgeführt. Hierbei werden die Warnmedien durch hessische Leitstellen ausgelöst. In Abweichung zum bundesweiten Warntag wird hierbei auf die Einbindung der überregionalen Medien (Rundfunk, Fernsehen) verzichtet. Es sind nur die landesweiten Medien FFH und HR eingebunden.

weiterlesen

Cell-Broadcasting des BBK

Voraussetzung für einen Empfang der „Cell-Broadcast“-Nachrichten ist, dass die Bürgerinnen und Bürger die aktuellen Betriebssysteme auf ihren Mobilfunkgeräten installiert haben.

hessenWARN-Meldungen

Neben den kommunalen Warnmitteln – in der Regel Sirenen – stehen zur Warnung insbesondere auch Lösungen für Smartphones („WarnApps“) zur Verfügung. Hier nutzt das Land Hessen sowie die weit überwiegende Mehrzahl der Landkreise in Hessen das System hessenWARN (bzw. den kompatiblen Vorläufer KatWarn). Beide Apps zusammen werden aktuell von rund 821.000 Hessinnen und Hessen genutzt und bieten Gefahren- und Katastrophenwarnungen sowie Informationen zu Ereignissen oder möglichen Risiken aus einer Hand. Die hessenWARN App enthält neben den bewährten Alarmierungen vor unerwarteten Gefahrensituationen (Bombenfunde, Großbrände mit Gefahrenstoffreizung, Unwetterwarnungen, terroristischen Anschlägen und mehr) weitere wichtige Alarmierungs- und Informationsfunktionen, die sich je nach persönlichem Bedürfnis innerhalb der Applikation ein- und ausschalten lassen.

Der Warntag am 12. März beginnt um 10:00 Uhr mit der hessenweiten Warnung, sowohl über Cell-Broadcast, WarnApps (z.B. hessenWARN) als auch über die sich beteiligenden Rundfunkanstalten. Sofern in den Kommunen auslösbare Sirenen für die Warnung zur Verfügung stehen, erfolgt dabei auch ein Probealarm mit dem Sirenensignal „Warnung der Bevölkerung“. Um 10:30 Uhr erfolgt die Entwarnung.

Erstmals erfolgt hier auch eine Entwarnung über Cell-Broadcast – was das Cell-Broadcast-Protokoll eigentlich nicht vorsieht, aber von vielen Nutzern vermisst wurde. Um hierbei eine erneute, nicht unterdrückbare akustische Warnung zu vermeiden, ist die Entwarnung als Gefahreninformation (niedrigste Warnstufe) implementiert. Dies kann zur Folge haben, dass – je nach persönlicher Einstellung des Smartphones – die Entwarnung aber nur mit einem Systemton oder auch überhaupt nicht erfolgt. Zur Vermeidung von Letzterem wird empfohlen, Cell-Broadcast am jeweiligen Smartphone auch für die Warnstufe 3 zuzulassen.

Hinweis

In Kommunen, in denen derzeit noch nicht das Sirenensignal „Warnung der Bevölkerung“ ausgelöst werden kann, da die technische Umstellung noch nicht abgeschlossen ist, soll im Rahmen des Warntages ersatzweise das Signal „Feueralarm“ ausgelöst werden.

Hintergrund

Sirenensignale im Zivil- und Katastrophenschutz in Deutschland:

  • „Warnung der Bevölkerung“
    Einminütiger auf- und abschwellender Heulton
    Bedeutung: Es besteht eine örtliche Gefahr für Personen oder Sachen – informieren Sie sich hierzu in den Medien (regionale Radio-, ggf. auch Fernsender, Internet) -rufen Sie hierzu NICHT die Notrufnummern 112 und 110 an.
  • Entwarnung
    Einminütiger durchgängiger Dauerton
    Bedeutung: Es besteht keine Gefahr mehr – die Warnung ist aufgehoben

© Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz